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„Willkommenskonzert“ im Rahmen von „Tach, Herr Bach“ in Köthen, 16. Dezember 2018

Am 17. Dezember jährt sich zum 301. Mal die Ankunft Johann Sebastian Bachs in Köthen. Dort wird das dritte Dezember-Wochenende unter dem Motto „Tach, Herr Bach“ von der Kulturinitiative Köthen 17_23 mit einer Vielzahl von Aktionen gefeiert. Das „Willkommenskonzert“ am Sonntag, den 16. Dezember thematisiert historische und persönliche Aspekte des Themas „Ankommen“. Musikalisch abgerundet durch Sonaten für Traversflöte und Cembalo wird es ab 16.30 Uhr live auf dem Facebook-Kanal der Bachfesttage zu verfolgen sein.

 

Großes bürgerschaftliches Engagement in Köthen machte 2017 die Gründung der Kulturinitiative 17_23 möglich. Unter der Überschrift „Neue Kulturen des Miteinanders“ arbeiten ein großer Kreis von Kulturschaffenden, Gewerbetreibenden und Vertretern aus der Politik gemeinsam daran, die Stadt mit neuen Ideen voran zu bringen. Bereits seit vielen Jahrhunderten ist Köthen ein Ort, an dem Kreativität und Innovation ihren Platz haben. Oft waren „Zugereiste“ wichtige Impulsgeber. „Schon immer waren die Köthener offen für neue und vielfältige Einflüsse. Die Köthener Fürsten boten über Jahrhunderte Freiräume für außergewöhnliche Künstler und Wissenschaftler. Durch die Hochschule Anhalt, die schon zu Zeiten der DDR von internationalen Studierenden geprägt war, war das Stadtbild schon immer bunter als an anderen vergleichbaren Orten. Mich beeindruckt das große bürgerschaftliche Engagement in Köthen“, meint Folkert Uhde, Intendant der Köthener Bachfesttage. Johann Sebastian Bach selbst wechselte mehrmals im Laufe seines Lebens seinen Wirkungsort und damit im damals in unzählige Fürstentümer aufgesplitteten Deutschland auch das Hoheitsgebiet. Mitte Dezember 1717 kam Bach nach einem Gefängnisaufenthalt in Weimar mit seiner Familie in Köthen an, wo er bis 1723 am Hof wirkte und die produktivste und vielleicht glücklichste Zeit seines Lebens verbrachte.

 

Das „Willkommenskonzert“ am 16. Dezember in der Kirche St. Agnus in Köthen wird musikalisch gestaltet von Johanna Bartz, Traversflöte, und Elina Albach, Cembalo. Die Leipziger Flötistin Johanna Bartz war 2016 und 2018 Solistin des Köthener BachCollektivs. Gemeinsam mit Elina Albach, die bei den letzten Bachfesttagen eine neue, raumgreifende Version der Goldbergvariationen als Weltpremiere vorgestellt hat, bildet sie ein perfektes Duo für die Aufführung der wahrscheinlich in und für Köthen entstandenen Sonaten für diese Besetzung.

Folkert Uhde begrüßt auf der Bühne den Leipziger Musikwissenschaftler und Autor Michael Maul, der als einer der führenden Bachforscher weltweit gilt. Er ist Leiter der Forschungsabteilung des Leipziger Bach Archivs und seit diesem Jahr auch Intendant des Leipziger Bachfestes. Thema des Gesprächs wird das Ankommen sein – in vielfältiger Hinsicht.

 

Als nächstes wird der Bach-Geburtstag am 21. März 2019 gefeiert. Aufgrund des Zweijahresturnus finden die nächsten Köthener Bachfesttage erst 2020 statt, vom 30. August bis 6. September.

www.bachfesttage.de

 

 

 

Willkommenskonzert

  1. Dezember 2018 | 16.30 Uhr | Kirche St. Agnus

Musik von und Gespräche über Johann Sebastian Bach

Johanna Bartz, Traversflöte

Elina Albach, Cembalo

Michael Maul und Folkert Uhde, Gesprächspartner

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