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Die „Wagner-Lesarten“ mit Sophie Harmsen verändern romantische Hörgewohnheiten

Im zweiten Konzert der „Wagner-Lesarten“ tauchten Kent Nagano und Concerto Köln tiefer in den Klangkosmos Richard Wagners ein. Mit Anton Bruckners dritter Symphonie, der sogenannten „Wagner-Symphonie“, und Wagners „Wesendonck-Liedern“ wurde in der fast ausverkauften Kölner Philharmonie bereits das unmittelbare Umfeld seiner romantischen Musikdramen erreicht.

 

Instrumental verstärkt auf die Besetzung eines Sinfonieorchesters mit acht Kontrabässen ergab sich dank historisch-informierter Herangehensweise und Instrumentarium der Wagnerzeit dennoch ein durchsichtiger Klang. In den „Wesendonck-Liedern“ „gelang  die Verschmelzung von Stimme und Orchesterklang ganz wunderbar“, urteilte die Kölnische Rundschau. Und führte weiter aus: die „Mezzosopranistin Sophie Harmsen sang sie mit wunderbar geschmeidiger und ausdrucksstarker Stimme“. Auch bei der Interpretation der dem „Meister Richard Wagner in tiefster Ehrfurcht“ gewidmeten Symphonie Bruckners ergab sich ein neues, ungewohntes Klangbild, dessen „Oberfläche nicht so hochpoliert glänzend erstrahlte“, sondern „ein wenig rauer erschien“.

  

Den nächsten Schritt zu Wagners „Ring“, den sie gemeinsam 2021 realisieren wollen, machen Kent Nagano und Concerto Köln im Oktober 2019: neben Ouvertüre und Bacchanale aus dem „Tannhäuser“ erschließt das wissenschaftlich-künstlerische Projekt Werke von Debussy und Offenbach neu.

 

Fotos © Concerto Köln

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