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Rollendebüt von Olga Peretyatko in Donizettis „Anna Bolena“ an der Opéra Liège, Premiere 9. April 2019

Für ihr Rollendebüt als „Anna Bolena“ kehrt Olga Peretyatko ab 9. April auf die Bühne der Opéra Royal de Wallonie-Liège zurück. Intendant Stefano Mazzonis di Pralafera inszeniert Gaetano Donizettis (1797–1848) Tudor-Drama, am Pult steht Giampaolo Bisanti. Sein Liège-Debüt gibt Marko Mimica als Enrico VIII. In der Rolle der Giovanna Seymour ist Sofia Soloviy zu erleben, als Lord Riccardo Percy Celso Albelo. In weiteren Rollen sind Luciano Montanaro als Lord Rochefort und Maxime Melnik als Sir Hervey besetzt. Folgevorstellungen sind am 11., 14., 17. und 20. April 2019. Die Vorstellung am 17. April wird ab 20.30 Uhr im Livestream auf Culturebox.fr und im belgischen Radio auf Musiq3 übertragen.

 

Skrupellos agiert der berüchtigte Heinrich VIII. (Enrico VIII.) am englischen Hof. Seine in Ungnade gefallenen Ehefrauen lässt er reihenweise eiskalt eliminieren. Auch seine zweite Gemahlin Anne Boleyn (Anna Bolena) wird Opfer seiner Willkür, als er sich 1536 in die junge Hofdame Jane (Giovanna) Seymour verliebt. Um die lästige Gattin loszuwerden, unterstellt er Anna Affären sowohl mit ihrem ehemaligen Geliebten Lord Percy als auch mit dem Pagen Smeton. Zu Unrecht des Ehebruchs beschuldigt und zum Tode verurteilt, werden Anna und Lord Percy im Tower von London eingekerkert und kurz darauf hingerichtet. In der Tradition des italienischen Melodramma spitzt Librettist Felice Romani die auf historischen Fakten basierende Handlung um den Tudor-König und seine zahlreichen Ehefrauen zu. In weniger als einem Monat vertonte Donizetti das Libretto für das Mailänder Teatro Carcano als seine 29. Oper und feierte damit 1830 seinen internationalen Durchbruch. Seit 1982 stand „Anna Bolena“ nicht mehr auf dem Spielplan in Liège, die Neuproduktion entsteht in Kooperation mit den Bühnen in Oman, Lausanne und Bilbao.

 

Die Opéra Royal de Wallonie-Liège in Lüttich ist eines der drei königlichen Opernhäuser Belgiens und blickt auf eine fast 200-jährige Geschichte zurück, die damit länger währt als die 1830 begründete belgische Monarchie. Der Spielplan des Hauses besticht durch eine abwechslungsreiche Mischung aus Klassikern des Repertoires und spannenden Raritäten. Seit der Saison 2007/08 ist der Italiener Stefano Mazzonis di Pralafera Intendant und künstlerischer Leiter der Oper. Speranza Scappucci hat in der Saison 2017/18 die Nachfolge von Paolo Arrivabeni als neue Chefdirigentin angetreten. Eine beständig hohe Auslastung weist auf die große Beliebtheit und Treue des heimischen Publikums hin. Die starke überregionale Ausstrahlung des Hauses zieht Besucher aus dem nahen Deutschland, den Niederlanden, Luxemburg und sogar Großbritannien an. Auch dank regelmäßiger Online Übertragungen, realisiert u.a. durch Culturebox und medici.tv, macht das Haus in immer weiteren Kreisen auf sich aufmerksam. www.operaliege.be

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