News

Xavier Sabata in der Titelrolle von Hans Thomallas „Kaspar Hauser“ am Theater Augsburg, Premiere 23. April – aktuelles Album „Catharsis“

Xavier Sabata ist ab 23. April in der Titelrolle von Hans Thomallas „Kaspar Hauser“ am Theater Augsburg zu erleben. Nach der hoch gelobten Uraufführung vergangenes Jahr in Freiburg bringt der spanische Countertenor erneut die für ihn komponierte Oper auf die Bühne. Neben diesem zeitgenössischen Werk widmet sich Sabata auf seinem aktuellen Solo-Album „Catharsis“ Opernraritäten des frühen 18. Jahrhunderts.

Xavier Sabata schloss eine Schauspielausbildung ab, ehe er sich dem klassischen Gesang widmete – folglich liegt ihm das Musiktheater im wahrsten Sinne des Wortes besonders am Herzen. „Kaspar Hauser“ von Hans Thomalla ist bereits die zweite für ihn geschriebene Oper und seine extreme und fesselnde Rollengestaltung in der Freiburger Uraufführung bezeichnete das Magazin Opernwelt als „überragend“. Das Werk behandelt die Geschichte des rätselhaften Findlings, der nach seinem Auftauchen 1828 in Nürnberg zur öffentlichen Attraktion wird. Als die Aufmerksamkeit sich legt, fügt sich Hauser vermutlich selbst eine Stichwunde zu, die sein Ende bedeutet. Über das tragische Leben meint Xavier Sabata: „Es ist die traurigste Geschichte, die ich je gespielt habe.“ Die Energie, die vom Text ausgeht, darstellen will er in jedem seiner Projekte. Er fühlt sich sowohl in der zeitgenössischen Musik wie im Barockzeitalter zu Hause. Sein Solo-Album „Catharsis“ (Aparté) fängt die emotionalen Extremzustände seiner Opernhelden ein, darunter finden sich unbekannte Arien von Orlandini, Conti, Hasse, Torri und Ariosti. Außerdem ist Anfang des Jahres die Einspielung von Cestis „L’Orontea“, eine Produktion der Oper Frankfurt, erschienen sowie eine Duett-CD mit Raquel Andueza.

Xavier Sabata, der Saxophon und Schauspiel studierte, machte sich in Spanien als Darsteller im Theater und Fernsehen einen Namen, ehe er sich mit 26 Jahren dem klassischen Gesang zuwendete. Seitdem arbeitet er mit hochkarätigen Dirigenten und Ensembles zusammen, darunter William Christie, René Jacobs, Ivor Bolton, George Petrou, Les Florissants, das Venice Baroque Orchester und Il Pomo d’Oro. Auftritte führen ihn u.a. zum Festival d’Aix-en-Provence, an die Opéra Royal de Versailles, an das Theater an der Wien, das Théâtre des Champs-Elysées in Paris. Seine umfangreiche Biografie umfasst Gesamteinspielungen wie Händels „Faramando“ sowie vor „Catharsis“ die Soloalben „Bad Guys“ und „I dilettanti“. Im Juni 2017 ist er bei den Händel-Festspielen Halle zu Gast.

„Kaspar Hauser“ Oper von Hans Thomalla
Konzertante Aufführung mit szenischen Impressionen

Musikalische Leitung: Lancelot Fuhry
Szenische Einrichtung: Frank Hilbrich
Kostüme: Gabriele Rupprecht
Dramaturgie: Heiko Voss, Johanna Mangold
Klangregie: Experimentalstudio des SWR
Kaspar Hauser: Xavier Sabata
Feuerbach / Daumer / Stanhope: Christopher Busietta
Wessenig / Preu / Meyer: Mathias Schulz
Scheurl / Pirch: Georg Festl
Binder / Tucher: Giulio Alvise Caselli
Kannewurf: Sally du Randt
Binder / Daumer / Meyer: Samantha Gaul
Weikmann / Fuhrmann: Alexander York
Beck / Sturm: Erik Völker
Orchester: Augsburger Philharmoniker

23./ 26.4./28.4., 07./09./10.5.

Aktuelle CD-Produktionen:

„Catharsis“ (Aparté)


Mit Werken von Giuseppe Maria Orlandini, Francesco Bartolomeo Conti, Pietro Torri, Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Johann Adolph Hasse, Attilio Ariosti, Antonio Caldara, Domenico Sarro

Xavier Sabata, Countertenor
Armonia Atenea
George Petrou, Leitung

„Miracolo d‘amore“ (Anima e Corpo)
Liebesarien und -duette von Francesco Cavalli

Raquel Andueza, Sopran
Xavier Sabata, Countertenor
La Galanía
Jesús Fernández Baena, Theorbe und Künstlerische Leitung

Antonio Cesti: „L'Orontea“ (Oehms Classics)

Walter Sutcliffe, Inszenierung
Paula Murrihy, Orontea
Sebastian Geyer, Creonte
Xavier Sabata, Alidoro
u.a.
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Ivor Bolton, Leitung

Zurück