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Debüt-Album von Perkussionist Simone Rubino: „Immortal Bach“ CD-Neuveröffentlichung 1. September 2017

„Wie er die verschiedenen Schlagwerke überblickt, bearbeitet, bespielt und liebkost, könnte man den Eindruck gewinnen, Rubino entlocke einem Orchester alle nur möglichen Klangfarben.“ Was die Neue Zürcher Zeitung begeistert bei einem Live-Auftritt von Ausnahme-Perkussionist Simone Rubino feststellte, hält der junge Italiener nun auf seinem Debüt-Album fest. Johann Sebastian Bach, für Rubino „eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration“, steht hier Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts gegenüber.

 

Simone Rubino präsentiert auf der Aufnahme, die seinem ehemaligen Lehrer Peter Sadlo gewidmet ist, die facettenreiche Bandbreite des Schlagzeug-Repertoires. Die Sätze von Bachs dritter Cello-Suite in einer Bearbeitung für Marimba bilden das Gerüst, um das Werke wie die Weltersteinspielungen „Esegesi“ von Roberto Bocca und „Power Station“ von Carlo Boccadoro angelegt sind, die beide mit Klängen aus dem Jazz und lateinamerikanischen Rhythmen spielen. Kaum größer könnte der Kontrast zum titelgebenden „Immortal Bach“ von Knut Nystedt sein: Zunächst erscheint der Choral „Komm süßer Tod“ im Original, dann wird er in extremer Langsamkeit in vier verschiedenen Tempi zelebriert. Subtile rhythmische und harmonische Verschiebungen erzeugen den Eindruck von Zeitlosigkeit und Unendlichkeit. Radikal der Sphäre der Avantgarde entstammt „Rebonds“ von Iannis Xenakis. Die Komposition des Griechen ist ein Meilenstein im Schlagwerk-Repertoire und ein Exempel für seinen von mathematischen und akustischen Gesetzmäßigkeiten geprägten Stil. Neben dem solistischen Spiel ist Rubino auch das gemeinsame Musizieren wichtig, besonders mit dem von ihm gegründeten ESEGESI Percussion Quartet, das in John Cages Komposition „Third Construction“ zum Einsatz kommt. Deren formalen Aufbau organisierte Cage nach den Maßgaben strenger Proportionen, während er klanglich vieles offen ließ.

 

Simone Rubino, der 2014 fulminant den ARD Musikwettbewerb sowie 2015 den Crédit Suisse Young Artists Award gewonnen hat, läutet eine neue Ära von Schlagzeugern ein, die sich mittlerweile als Solisten im klassischen Konzertbetrieb etabliert haben. Er spielte Konzerte mit den Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem hr-Sinfonieorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und den Münchner Philharmonikern. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Gustavo Gimeno, Manfred Honeck, Tugan Sokhiev und Kazuki Yamada zusammen. www.simonerubino.com/

 

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