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66. ION endet am Sonntag, 9. Juli mit Heinrich Schütz’ „Geistlicher Chormusik“

Nach 30 Veranstaltungen an 12 Spielorten in 10 Tagen endet die 66. ION am Sonntag mit einem „Klassiker“ von Heinrich Schütz, der „Geistlichen Chormusik“. Das renommierte Schweizer Ensemble Gli Angeli Genève unter der Leitung von Stephan McLeod gibt damit sein ION-Debüt.

 

„Man kann schon sagen, dass wir in den letzten Jahren in Bezug auf eine neue Wahrnehmung des Festivals viel erreicht haben. Eine BR-Moderatorin hat neulich im Interview mit mir gesagt: ‚Der Staub ist weggeblasen‘“, zieht Folkert Uhde, der Künstlerische Leiter der ION, Bilanz.

 

Das Konzept der Einbindung sehr experimenteller Formate wird vom Publikum begeistert aufgenommen und als sehr lebendig wahrgenommen. Gerade das ION LAB mit dem progressiven Projekt „Orpheus Metamorphose“ des ensemble fraktale – das den diesjährigen Konzertdramaturgie-Wettbewerb HUGO bei den Montforter Zwischentönen im vorarlbergischen Feldkirch gewann – wurde in Nürnberg mit Standing Ovations gefeiert. Ebenso wie das aus Berlin angereiste STEGREIF.orchester, das einen revolutionär-improvisatorischen Zugriff auf die klassische Orchesterliteratur präsentiert.

 

Experimenteller denn je widmet sich die ION unterschiedlichen Facetten des Themas re:format:ion. Aber auch das Reformationsjubiläum selbst ist allgegenwärtig, zahlreiche Veranstaltungen fanden rund um das Nürnberger Reformationsfest statt. Mit Wolfgang Rihms im März uraufgeführter „Missa brevis“ eröffnete der von Chefdirigent Howard Arman geleitete Chor des Bayerischen Rundfunks zusammen mit der Capella de la Torre und Mitgliedern des Vocalconsort Berlin in einem gefeierten Konzert die 66. ION. Das Eröffnungskonzert wurde vom Bayerischen Rundfunk – Studio Franken aufgezeichnet und wird am 8. Juli 2017 um 18.05 Uhr auf BR-Klassik ausgestrahlt.

 

In Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg, dem Bachchor St. Lorenz und der Hochschule für Musik Nürnberg erzählte der israelische Regisseur Bachs  „Matthäus.Passion“ als musikalisch-szenisches Projekt aus jüdischer Perspektive. Der aus Ungarn importierte „Orgel.Wett.Streit“ mit zwei Organisten, einem Spezialisten und einer Moderatorin stellt ein weiteres gelungenes Experiment dar, das nach Fortführung und Weiterentwicklung verlangt. Eine diskursive und spannende Debatte um die Frage nach Geistlichem und Spirituellem in der Musik wurde beim Symposium „Was ist eigentlich Musica Sacra“ vom sehr heterogen zusammengestellten und interessanten Podium angestoßen.    

 

Mehr Informationen auf www.ion-musica-sacra.de und Facebook. Fotomaterial, Texte und ION-Programmheft zum Download unter www.ion-musica-sacra.de/service/presse.

 

Vom 8. bis 17. Juni 2018 findet die 67. ION statt.

 

 

 

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