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Wagner-Lesarten: Konzert am 16. Mai, Kölner Philharmonie

Am 16. Mai geht das Projekt, das sich die Erforschung und Aufführung des „Ring des Nibelungen“ aus der Perspektive der historisch informierten Aufführungspraxis zum Ziel gesetzt hat, in die nächste Runde. Concerto Köln und Kent Nagano tauchen mit den „Wesendonck-Liedern“ und Bruckners Sinfonie Nr. 3 d-Moll tiefer in Wagners Klangkosmos ein. Den Gesangspart des Liederzyklus übernimmt die Mezzosopranistin Sophie Harmsen. Beginn in der Kölner Philharmonie ist um 20.00 Uhr.

 

Mit den „Wesendonck-Liedern“ nähern sich Concerto Köln und Kent Nagano im zweiten Konzert der „Wagner-Lesarten“ seiner theatralen Musik weiter an. Zum ersten Mal erklingt im Rahmen des Projekts Gesang. Wagner selbst bezeichnete die Lieder „Im Treibhaus“ und „Träume“ als Studien zu seinem Musikdrama „Tristan und Isolde“. Die fünf „Dilettanten-Gedichte“ seiner Geliebten Mathilde Wesendonck vertonte er als Klavierlieder, lediglich „Träume“ arrangierte er für Orchester. Die Orchesterbearbeitung des gesamten Zyklus übernahm nach seinem Tod Felix Mottl. Den „Wesendonck-Liedern“ wird Anton Bruckners Sinfonie Nr. 3 d-Moll in der dritten Fassung von 1891 gegenüber gestellt. Die sogenannte „Wagner-Sinfonie“ widmete Bruckner dem „Meister Richard Wagner in tiefster Ehrfurcht“. Der Bezug zu dem Vorbild ist vor allem biografischer Natur.

 

Die historisch informierten Interpretationsansätze der romantischen Werke erarbeiten Concerto Köln und Kent Nagano gemeinsam in Orchester-Workshops. Grundlage dafür sind die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse der „Wagner-Lesarten“ über Wagners Reflexionen zu seinem Musikschaffen und Untersuchungen zur Instrumentenbauweise. Bereits im ersten Konzert am 20. Januar dieses Jahres waren die Ergebnisse dieser innovativen Auseinandersetzung zu hören: der Bonner General Anzeiger erwähnte lobend die Transparenz und Plastik sowie die Balance des Orchesterklangs. Mit Bruckners Sinfonie Nr. 3 d-Moll und den „Wesendonck-Lieder“ wird der eingeschlagene Weg fortgesetzt.

 

Das 2017 gestartete wissenschaftlich-künstlerische Projekt „Wagner-Lesarten“ möchte ab 2021 den gesamten Zyklus „Der Ring des Nibelungen“ zur Aufführung bringen. Kent Nagano, Concerto Köln und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen zeichnen verantwortlich für das Projekt. Unterstützt werden sie maßgeblich von der Kunststiftung NRW, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Strecker-Stiftung und MBL.

Weitere Informationen unter www.wagner-lesarten.de und www.concerto-koeln.de

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