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Künstler*innen und Journalist*innen in Not

Seit einigen Wochen stülpt die Corona-Pandemie das gesamte öffentliche Leben radikal um und weltweit geraten Künstler*innen, Kulturschaffende und auch Kulturjournalist*innen durch die Absage aller Veranstaltungen unverschuldet in eine existentielle Notsituation. Vor allem freie Musiker*innen und Ensembles, aber auch Freelancer im Kulturjournalismus sind aufs Härteste betroffen. Bis mindestens Mitte April gilt das Veranstaltungsverbot, danach ist die Situation noch völlig unvorhersehbar. Viele Künstler*innen haben in den sozialen Medien ihre enormen Verdiensteinbußen beschrieben. Zwar kündigen zahlreiche Regierungen schnelle und unbürokratische Hilfsmaßnahmen an, aber ob das allen helfen kann, wird sich erst lange nach der Krise zeigen.

 

Doch gerade in der Krise ist die Solidarität stark: Hier findet sich die Übersicht der Bundesregierung, welche Soforthilfe-Möglichkeiten es in Deutschland gibt. Vereinigungen wie der Deutsche Orchester Verband und das Magazin Oper! rufen zu Spenden für Künstler*innen auf. Der Deutsche Musikrat fordert ein bedingungsloses Grundeinkommen für sechs Monate in Höhe von 1000 Euro. Viele Organisationen, Medien, Ensembles und Einzelpersonen haben sich der Initiative #ichwillkeingeldzurück angeschlossen, die appelliert, die Ticketkosten für die entfallenden Veranstaltungen von finanziell bedrohten Kulturinstitutionen und Veranstaltern nicht zurückzufordern und damit den in Not geratenen Künstler*innen zu spenden. Bei Beträgen unter 200 EUR reicht der Zahlungsnachweis als Spendenquittung, bei höheren Beträgen stellen die Initiativen Spendenquittungen aus.

 

Vor allem aber gibt die Kulturszene nicht auf, sondern teilt Musik über die ganze Bandbreite der Streaming-Möglichkeiten und spendet damit allen zuhause eingesperrten Menschen Hoffnung und Trost in dieser schwierigen Zeit. Daher appellieren auch wir: Bitte unterstützt die Kulturschaffenden!

 

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