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Ein Sommer voll Mozart bei der Kammeroper München

Künstlerischer Leiter: Kammeroper München

Mit der Neuinszenierung von „Così fan tutte“ ab dem 23. August, dem Mozart-Konzert „MOZART – Genie zwischen Freiheit und Leidenschaft“ ab 15. September und der Neuproduktion des Familienstücks „Wolferl hat keine Zeit“ ab 1. September bietet die Kammeroper München im Spätsommer und Herbst mit gleich drei Produktionen die Gelegenheit, Mozarts Kompositionen in ungewöhnlichen Arrangements und Besetzungen neu zu erleben. Schon traditionell finden alle drei Premieren in Schloss Nymphenburg statt. 2019 feiert Münchens unkonventionellste Oper ihr 15-jähriges Jubiläum.

Mit der Premiere von „Così fan tutte“ am 23. August 2018 im Hubertussaal von Schloss Nymphenburg beginnt der unterhaltsame Mozart-Reigen. Wie immer in einer eigenen Fassung für die besondere Besetzung der Kammeroper München schuf diesmal Vladimir Beleaev ein Orchesterarrangement – so, wie auch Mozart das in seiner Theaterpraxis regelmäßig machte. Bei der Kammeroper München bedeutet das, dass nur 11 Musiker*innen das Orchester bilden. Ein aus fast 500 Bewerbern ausgesuchtes Ensemble aus jungen Nachwuchssänger*innen erarbeitet mithilfe erfahrener Gesangsprofis wie Okka von der Damerau die anspruchsvollen Solopartien. Unter der Musikalischen Leitung von Nabil Shehata und in der Inszenierung von Beka Savić erzählen die jungen Solist*innen und das Orchester der Kammeroper München Mozarts Abschied von der opera buffa – mit deutschen Rezitativen: Zwei Schwestern und deren Verlobte werden von einem selbsternannten Philosophen in Sachen Liebe kunstgerecht aufgeklärt, indem er die jungen Paare mithilfe einer raffinierten Haushälterin gekonnt durch die Welt der Empfindungen, Leidenschaft, Untreue und List lotst. Belehrt durch dieses Experiment bleibt das Ende trotzdem offen… Einzigartig nah und unmittelbar sind die Zuschauer ins Geschehen involviert und erleben so hautnah in 2:45 Stunden (mit Pause) die rasante und frische Inszenierung der nur scheinbar frivolen Verwechslungskomödie.

Eine musikalische Begegnung zwischen Mozart und dem Fußball präsentiert das Familienstück „Wolferl hat keine Zeit“, das am Samstag, 1. September in Schloss Nymphenburg Premiere feiert. Die 7-jährige Nachwuchsfußballerin Walli trifft zufällig auf den jungen Wolfgang Amadeus Mozart und lernt durch ihn die Welt der Musik kennen. Ein ungewöhnliches Fußball-Konzert steht am Ende der Geschichte. Für Kinder ab fünf Jahren gestaltet Dominik Wilgenbus zusammen mit den Musiker*innen des Orchesters der Kammeroper München und der Schauspielerin Isabel Kott diese musikalische Begegnung zur Musik von Wolfgang Amadeus Mozart in Arrangements von Alexander Krampe.

Auf eine Reise in Musik & Text entführen Alexander Krampe und Dominik Wilgenbus das Publikum mit „MOZART – Genie zwischen Freiheit und Leidenschaft“ ab 15. September. Endlich befreit von höfischen Verpflichtungen konnte der 25-jährige Mozart nach seiner Ankunft in Wien zum ersten Mal als freier Künstler leben. Heiter, voll Zuversicht und frisch verliebt schuf er dort zahlreiche Werke. Maximilian Nowka als junger Mozart vermittelt szenisch in authentisch rekonstruierten Monologen und fiktiven Gesprächen Einblicke in diese wichtige Lebensphase des Komponisten. Der Tenor Tianji Lin und das Orchester der Kammeroper München spielen dazu Bearbeitungen aus Werken, die Mozart in dieser künstlerisch fruchtbaren Phase schuf.

Die Kammeroper München steht seit ihrer Gründung im Jahr 2004 für anspruchsvolles Musiktheater der besonderen Art. Mit ihren Fassungen bekannter Werke und Raritäten der Opernliteratur hat sie sich im Laufe der letzten Jahre einen festen Platz im Münchner Kulturleben erspielt. Die Aufführungen zeichnen sich durch publikumsnahe und phantasievolle Inszenierungen, originelle Bühnenkonzepte und ungewöhnliche musikalische Arrangements aus. Dabei steht die stimmliche und darstellerische Ausnahmequalität der jungen Sänger*innen im Mittelpunkt, so dass das Münchner Opernensemble inzwischen zum Forum für Nachwuchsförderung avanciert ist. Neben großen Bühnenwerken zeigt die Kammeroper regelmäßig Konzertabende und Komponistenporträts von Rossini, Haydn, Mozart und Schubert unter Mitwirkung bekannter Künstlerpersönlichkeiten wie Michael Mendl, Michaela May, Sophie von Kessel, Sabine Sauer, Gerd Anthoff, Lisa Wagner, August Zirner, Thomas Loibl, Friedrich von Thun und Johannes Silberschneider. Musikalische Höhepunkte bilden außerdem Konzertprojekte mit Sängern wie Juliane Banse, Waltraud Meier, Robert Gambill, Günther Groissböck, Daniel Behle und im Herbst 2018 Okka von der Damerau.

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