Ophelias Blog

Concerto Köln und Kent Nagano: Wagner-Lesarten

Wagners Monumentalwerk „Der Ring des Nibelungen“ soll erstmals in historisch informierter Aufführungspraxis erforscht und aufgeführt werden. Noch nie stand die Tetralogie im Fokus der Alte- Musik-Bewegung, das wollen Concerto Köln und Kent Nagano jetzt ändern. In Kooperation mit Wissenschaftlern der Universität und der Musikhochschule Köln werden die Instrumental-, Sprach- und Gesangsstile sowie die Bühnenpraxis aus Wagners Zeit untersucht und in ein historisch informiertes Aufführungskonzept gebracht.

 

Offiziell begann das Projekt am 1. Oktober, zuvor wurden in einem Symposium zentrale Fragen erörtert: Wie sah Wagners aufführungspraktisches Ideal seines „Ring“ aus? Wie unterscheidet es sich vom heutigen Wagner-Sound? Wie lässt sich sein Ideal rekonstruieren? Welche Herausforderungen sind zu meistern? Voraussichtlich Ende 2019 soll der wissenschaftliche Teil unter Leitung von Dr. Kai Hinrich Müller abgeschlossen sein, dann übernimmt Kent Nagano die musikalische Leitung der Umsetzung. Der Kölner Stadt-Anzeiger schreibt dazu: „Es ist ein atemberaubendes Projekt, das vor wenigen Jahren wohl noch niemand für möglich gehalten hätte.“ Und Oper! Das Magazin prognostiziert, dass „das Projekt unabhängig von musikalischen Fragen noch große Auswirkungen auf die heutige Praxis des Wagner-Gesangs haben“ dürfte.

 

www.wagner-lesarten.de

Foto Concerto Köln: © Harald Hoffmann, Foto Kai Müller: © Concerto Köln

Zurück