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„Was ist überzeugend?“ – Selten Gehörtes im siebten Abonnementkonzert des Georgischen Kammerorchester Ingolstadt mit Ruben Gazarian – Mittwoch, 13. September 2017, 20.00 Uhr, Festsaal Ingolstadt

Das Georgische Kammerorchester Ingolstadt beweist sich im siebten Abonnementkonzert am Mittwoch, den 13. September wieder als Garant für ungewöhnliche, spannende Programme. Die Frage „Was ist überzeugend?“ beantwortet Chefdirigent Ruben Gazarian mit Werken, die im Musikleben noch immer viel zu selten gepflegt werden: Die Sinfonie Nr. 10 h-Moll für Streichorchester von Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Schrekers „Intermezzo“ op. 8 und „Scherzo“ für Streichorchester, Fünf Stücke für Streichorchester op. 44/4 von Paul Hindemith und das Quartett „Dem Andenken an P. I. Tschaikowsky“ für Streichorchester op. 35a von Anton Arensky. Konzerteinführung mit Marco Frei um 19.10 Uhr.

 

In Wien um 1900 vollzog sich eine alle Bereiche der Gesellschaft umfassende „Jahrhundertwende“, die die Moderne auch in Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur einläutete. In diesem Klima entstand Franz Schrekers „Intermezzo“ op. 8 für Streichorchester, dessen schillernde Klangsinnlichkeit und dramatisch wirksame Klangfülle den späteren Schreker-Stil ankündigten. In Zeiten hochexpressiver Spätromantik oder einem bisweilen atonalen Expressionismus huldigte Schreker mit diesem Werk der (früh)-klassischen Suite und Serenade sowie der dreiteiligen Liedform. Als Jude wurde er in den 1920er Jahren zunehmend als „entarteter Komponist“ verunglimpft und sah sich wachsenden Repressalien gegenüber – ein Los, welches auch Paul Hindemith teilte. Seine Ende der 1920er Jahre geschaffenen Fünf Stücke für Streichorchester op. 44/4 changieren, ähnlich wie Schrekers „Intermezzo“ und „Scherzo“, zwischen hochexpressivem Ausdruck, klarer Form und klanglicher Transparenz. Ursprünglich waren sie für Laienmusiker gedacht, denn Hindemith strebte die Aufhebung der Grenzen zwischen Kunst- und Laienmusik an. Anton Arensky widmete sein Streichquartett Nr. 2 dagegen „Dem Andenken an P. I. Tschaikowsky“. Der 1906 in Finnland verstorbene russische Komponist war der letzte Vertreter der sogenannten „eklektischen Moskauer Schule“ und orientierte sich stark an Tschaikowsky. Im Konzert wartet sein Streichquartett mit einer besonderen Besetzung auf – mit zwei Celli statt zwei Violinen. Überdies erklingen orthodoxe Begräbnischoräle und Variationen über eines der „Kinderlieder“ von Tschaikowsky. Abgerundet wird dieser Musikreigen mit der Streichersinfonie Nr. 10 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit ihr schuf er eine kurze, klassisch-schlanke, klangsinnliche Reverenz an Weber und Schubert.

 

Hinweis: Das Konzert wird für eine CD-Produktion von ARS Produktion mitgeschnitten. Daher entfällt die öffentliche Generalprobe.

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„Was ist überzeugend?“ – Mi, 13.09.2017, 20.00 Uhr, Festsaal Stadttheater Ingolstadt – 19.10 Uhr Einführung mit Marco Frei

 

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 10 h-Moll für Streichorchester
Franz Schreker: „Intermezzo“ op. 8 für Streichorchester
Paul Hindemith: Fünf Stücke für Streichorchester op. 44/4
Franz Schreker: Scherzo für Streichorchester
Anton Arensky: Quartett „Dem Andenken an P. I. Tschaikowsky“ für Streichorchester op. 35a

Ruben Gazarian, Leitung

 

Nächstes Konzert

30. September 2017, 19.30 Uhr, Gastspiel Brugg (CH) – Stadtkirche Brugg, Peteris Vasks: Distant lights, Franz Schubert: Rondo in A-Dur, Anton Arensky: Quartett „Dem Andenken an P. Tschaikowsky“ für Streichorchester op. 35a, Sebastian Bohren (Violine)



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Fotos vom Orchester und seinem Chefdirigenten stehen auf der Homepage des Georgischen Kammerorchester Ingolstadt zur Verfügung: www.gko-in.de

 

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