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Programmveröffentlichung der Herrenchiemsee Festspiele 2018 unter dem Motto „Europa!“, 17.–29. Juli

München, 24. November 2017. Das Programm der Herrenchiemsee Festspiele 2018 unter dem Motto „Europa!“ wird heute veröffentlicht. Vom 17. bis 29. Juli lädt das Festival wieder zu hochkarätigen Konzerten in dem einzigartigen Ambiente auf der Herren- und Fraueninsel im Chiemsee ein. Intendant Enoch zu Guttenberg steht selbst bei fünf der dreizehn Konzerte am Pult und leitet sein Orchester der KlangVerwaltung und die Chorgemeinschaft Neubeuern. Zu den Spitzenorchestern, die zu Gast sein werden, zählen u.a. Concerto Köln und das Münchener Kammerorchester, die mit Solisten wie Benjamin Appl und Julia Lezhneva herausragende Konzertabende versprechen. Der Vorverkauf beginnt am 6. Dezember.

 

Die musikalischen Werke vom 17. bis ins 20. Jahrhundert stehen für Europas grandiose Entwicklung im Wandel der Zeiten, hervorgegangen aus Glaube und Zweifel, aus Hoffnungen und Rückfällen, aus Visionen und Taten der Komponisten. Drei Kantaten von Johann Sebastian Bach bilden am 17. Juli den Auftakt der Herrenchiemsee Festspiele, bei dem Enoch zu Guttenberg das Orchester der KlangVerwaltung leitet. Der junge Bariton Benjamin Appl, dem spätestens mit seinem Liederalbum „Heimat“ der Durchbruch zur internationalen Karriere gelang, und Concerto Köln knüpfen mit Werken von Bach, Händel und Avison an die Eröffnung an (18.7.). Im Zeichen Brahms’ steht der Liederabend für Sopran, Bariton, Vokalquartett, Chor und Klavier am 22.7. unter Enoch zu Guttenberg. Er übernimmt am Tag darauf die Rolle des Sprechers und trägt Auszüge aus den Pariser Mozart-Briefen vor, die Mozarts Serenade „Gran Partita“ – dargeboten von Bläsersolisten der KlangVerwaltung – ergänzen.

 

Das Programm öffnet sich in Richtung Osteuropa, wenn die Sofia Symphonics unter Ljubka Biagioni Werke von Smetana, Tschaikowsky und des Bulgaren Pancho Vladigerov aufführen (20.7.). Den südeuropäischen Raum erkunden das Orchester der KlangVerwaltung und Salvador Mas Conde mit Ravels „Ma mère l’oye“ sowie mit „Empúries – Sardana lliure“ (1926) des katalanischen Komponisten Eduard Toldrà. Im 17. Jahrhundert war es für Komponisten gang und gäbe, sich in anderen europäischen Ländern unterrichten zu lassen und Inspiration beispielsweise aus dem französischen oder italienischen Stil zu sammeln. Und so bewegen sich Fabio Bondi und sein Ensemble „Europa Galante“ am 27.7. auf ihrer „paneuropäischen Orchesterreise“ auf den Spuren musikalischer Migranten, darunter Händel, Telemann, Leclair, Myslivecek, Vivaldi u.a.

 

Erneut ist das Münchener Kammerorchester unter Chefdirigent Clemens Schuldt mit einem seiner kreativen Programme zu Gast. Drei Werke von Arnold Schönberg, Lennox Berkeley und Karl Amadeus Hartmann, die im Jahr 1939 komponiert oder revidiert wurden, werden am 26.7. Mozarts Sinfonie Nr. 39 gegenüber gestellt. Liebesarien von Händel, Vivaldi und Porpora bringen die furiose Barocksängerin Julia Lezhneva und das Kammerorchester Basel am 28.7. auf die Bühne. Giuliano Carmignola (24.7.) und das Signum Quartett (25.7.) vervollständigen die Riege der renommierten Künstler. Als Abschluss des Festivals führen Enoch zu Guttenberg sowie Chor und Orchester der KlangVerwaltung die musikalische Idee eines geeinten Europas par excellence auf: Beethovens 9. Sinfonie.

 

Seit 2000 ist Enoch zu Guttenberg Intendant und künstlerischer Leiter der Herrenchiemsee Festspiele. Das jährlich im Sommer stattfindende Festival folgt einer inhaltlich stringenten Konzeption, die ihre Legitimation aus dem Ort – dem Schloss Herrenchiemsee – sowie aus der Ambivalenz der Persönlichkeit des Bayernkönigs Ludwig II. bezieht. Es entspricht der Tragik seines Lebens, dass er kurz nach Fertigstellung des prunkvollen Gebäudes verstarb. Glücklicherweise wurde sein Wunsch, die Schlösser nach seinem Ableben zu zerstören, nicht umgesetzt und schon wenig später der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die ersten Herrenchiemsee Festspiele fanden im Jahr 2000 als Bachfest zu Johann Sebastian Bachs 250. Todestag statt. Seitdem entwickelten sich die Festspiele zu einem Konzeptfestival von unverwechselbarem Profil und höchstem künstlerischen Anspruch. Richtmaß der Programmgestaltung war stets die besondere Magie des Ortes mit seiner eineinhalb Jahrtausende umspannenden klösterlichen Tradition, dem weltberühmten Königsschloss und als Geburtsstätte des Grundgesetzes.

http://www.herrenchiemsee-festspiele.de/

 

Kartenvorverkauf ab 6. Dezember bei MünchenMusik
Tel 089-936093, Fax 089-9306494, www.muenchenmusik.de sowie bei allen an München Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen. Alle Preise zzgl. Vorverkaufsgebühren.

 

Eintrittspreise
Spiegelsaal Konzerte € 99,- / 79,- / 69,- / 59,-
Unvollendetes Treppenhaus € 52,- / 38,- / 24 ,-
Münster Frauenchiemsee € 64 ,- / 54 ,- / 20 ,-

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