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Künstlerische Qualität begeistert Publikum und Medien – Festspiele ziehen nach 18 Tagen Bilanz

Mit gleich drei Dernièren sind die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen 2017 am Sonntag zu Ende gegangen: Bereits am Nachmittag feierte das Team der Jugendoper „Beyond Doubt: Lotario“ im Jungen Theater Göttingen nach sechs begeisternden Vorstellungen und großartigen Kritiken den Erfolg seines mehrmonatigen Projekts. Während in der Stadthalle Göttingen das Göttinger Symphonie Orchester zum zweiten und letzten Mal Haydns „Orfeo ed Euridice“ gab, ging im Deutschen Theater Göttingen die letzte Vorstellung der Festspieloper zu Ende. In sechs Aufführungen, dem Public Viewing und der Familienfassung sahen über 4.000 Besucherinnen und Besucher Händels selten gespielten „Lotario“.

„Ich bin begeistert von der unglaublich positiven Resonanz auf alle Veranstaltungen der Festspiele“, freut sich der Geschäftsführende Intendant Tobias Wolff. „Sowohl das FestspielOrchester Göttingen unter der Leitung von Laurence Cummings und Publikumslieblinge wie Dominique Labelle, aber beispielsweise auch die aufstrebenden Nachwuchskünstler des Stipendiatenprogramms ‚eeemerging‘ und der ‚göttingen händel competition‘ haben Publikum wie Kritik restlos bezaubert“. Begeistert wurde auch die Festspieloper Lotario aufgenommen, die Regisseur Carlos Wagner zu einem packenden Kammerspiel verdichtete und die mit einem überzeugenden Ensemble in allen Partien stark besetzt war. Die Koproduktion wird 2019 im Konzert Theater Bern erneut zu erleben sein. Auch ein weiteres kooperatives Opernprojekt, der halbszenische „Lucio Cornelio Silla“ mit barocken Kostümen und historischer Gestik, gemeinsam realisiert mit den Tagen Alter Musik in Herne und den Ludwigsburger Schlossfestspielen, wurde begeistert aufgenommen. „Über das große Lob der künstlerischen Qualität von Besuchern und Medien freue ich mich natürlich besonders“, so Wolff.

Insgesamt verzeichneten die Festspiele rund 19.000 Besucher, davon entfielen ca. 13.000 auf verkaufte Veranstaltungen (2016: 12.000) und ca. 6.000 auf kostenlose und Kooperationsveranstaltungen (2016: 7.000). Die Verkaufszahlen 2017 sind damit zwar ähnlich denen des Festspieljahres 2016, die Auslastung ist allerdings mit 70 % deutlich niedriger als im Vorjahr. Grund hierfür ist vor allem, dass mehr Veranstaltungen in großen Spielstätten wie der Stadthalle Göttingen und der St. Johannis-Kirche in Göttingen bzw. größeren Kirchen in der Region auf dem Programm standen als in den Vorjahren. Auch die Ausdehnung des Festspielzeitraums auf drei Wochenenden hat laut etlichen Besucher-Rückmeldungen einen Einfluss gehabt. „Wir haben dieses Experiment gewagt, werden aber im kommenden Jahr zu unserem traditionellen 12-Tages-Zeitraum zurückkehren“, so Tobias Wolff. Zudem sei die Veranstaltungsdichte 2017 nicht nur innerhalb des Festspielprogramms, sondern auch in Göttingen und der Region allgemein höher als in früheren Jahren gewesen. „Das Mehr an Veranstaltungen und Plätzen hat bei uns nicht ein deutliches Mehr an Publikum nach sich gezogen. Im kommenden Jahr werden wir dementsprechend im Hinblick auf unsere Effizienz wieder ein etwas konzentrierteres Programm auflegen.“

Äußerst erfreulich sei aber die Resonanz auf die neuen Spielstätten gewesen: „Mit St. Thomas in Scharzfeld, St. Johannis in Rosdorf und St. Laurentius in Gieboldehausen haben wir das Programm um drei akustisch wie optisch beeindruckende Kirchen ergänzt. Ein weiteres Highlight – nicht nur musikalisch, sondern auch mit Blick auf die Spielstätte – war das Konzert von Sabrina Ma im Distribo-Logistikzentrum, das so zum ersten Mal überhaupt zu einem Konzertsaal wurde“, so Wolff. Besonderer Dank gelte den zahlreichen Kooperationspartnern, die das Festival in Göttingen und der Region tatkräftig unterstützten.

Ca. 50 Medienvertreter für Print-, Rundfunk-, TV- und Online-Medien aus dem In- und Ausland, darunter Journalistinnen und Journalisten aus Großbritannien, den USA, Australien, Italien und Frankreich hatten sich akkreditiert. Neben vielen Dritten Programmen der ARD im Hörfunk, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Neuen Zürcher Zeitung, der Welt, NDR Kultur, Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur berichten auch Fachmagazine wie Early Music Today, Opera Now, Opera Magazine oder Opernwelt über die Festspiele.

NDR Kultur übertrug nicht nur die Premiere der Oper und gemeinsam mit Deutschlandfunk Kultur das Festspieloratorium „Brockes-Passion“ live im Hörfunk, sondern hat auch weitere Konzerte mitgeschnitten. Diese werden zwischen Juni und August in unterschiedlichen Formaten ausgestrahlt. Deutschlandfunk Kultur sendet am 24. Juni die aufgezeichnete Opernpremiere.

Ausblick
Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen 2018 finden zum Thema „Konflikte“ vom 10. bis 21. Mai statt. Zu den geplanten Programmpunkten zählen:
10. Mai 2018 „Occasional Oratorio“ (HWV 62)
12. Mai 2018 Premiere Arminio“ (HWV 36)
weitere Aufführungen: 15.05. / 17.05. / 18.05. / 20.05. / 21.05.2017
19. Mai 2018 Galakonzert

Tickets und Informationen zum Programm gibt es ab Anfang 2018 unter www.haendel-festspiele.de. Interessierte können sich schon jetzt unter interessenten@haendel-festspiele.de für den Newsletter oder den postalischen Versand des gedruckten Festspielprogramms 2018 registrieren.

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