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Franco Fagioli gibt Rollendebüt als Arsace in Rossinis „Semiramide“ an der Opéra national de Lorraine, ab 2. Mai 2017

Franco Fagioli gibt im Mai an der Opéra national de Lorraine in Nancy sein Rollendebüt als Arsace in Rossinis „Semiramide“. In der Neuproduktion wird die Figur zum ersten Mal überhaupt von einem Mann gesungen. Einzelne Arien aus „Semiramide“ präsentierte Franco Fagioli bereits auf seinem Solo-Album mit Rossini-Arien bei der Deutschen Grammophon, deren Exklusivkünstler er seit 2015 ist. Nun kehrt er an das Opernhaus zurück, an dem er 2012 in Vincis „Artaserse“ seinen internationalen Durchbruch feierte.

Die Ära der Kastraten war zu Rossinis Zeiten vorbei, weswegen die sogenannten Hosenrollen – darunter der junge Held Arsace – meist von Mezzosopranen besetzt wurden. „Semiramide“ ist die letzte Oper, die Rossini für Italien komponierte, bevor er nach Paris umsiedelte. Rossini und sein Librettist Gaetano Rossi legten bei ihrer Beschäftigung mit der assyrischen Königin Semiramide einen Schwerpunkt auf ihre Sühne für den Jahre zuvor begangenen Mord an ihrem Ehemann König Nino – ein Königsmord. Die schuldbeladene Semiramide weiß, dass sie der Rache der Götter nicht entrinnen kann, zumal ihr Begehren nach dem assyrischen General Arsace, den sie zum König ernennen will, im Grunde unwissentlich inzestuös ist. Am Ende ist es ihr tot geglaubter Sohn Arsace – in Wirklichkeit Ninius –, der sie aus Versehen ermordet und anschließend den Thron besteigt. Die Oper war nach der Uraufführung 1823 während des gesamten 19. Jahrhunderts ein großer Erfolg.

Franco Fagioli wurde als erster Countertenor in der Geschichte des Labels von der Deutschen Grammophon unter Vertrag genommen. Der Argentinier wird für seine spektakuläre Technik, seinen großen Tonumfang und seine gesangliche Durchsetzungskraft als gegenwärtig virtuosester Countertenor weltweit gelobt. Für seine CD-Aufnahmen erhielt er Auszeichnungen wie den Gramophone Editor’s Choice, Diapason d’Or und den Echo Klassik. Demnächst widmet er sich den Opern Händels: Am Teatro Colón in Buenos Aires singt er die Hauptrolle in „Giulio Cesare“, außerdem steht er im September an der Mailänder Scala als Andronico in „Tamerlano“ auf der Bühne.

www.franco-fagioli.info
www.facebook.com/FrancoFagioliCountertenor
www.deutschegrammophon.com/fagioli


Gioachino Rossini: „Semiramide“
Opera seria in zwei Akten

Musikalische Leitung: Domingo Hindoyan
Orchestre symphonique et lyrique de Nancy
Chœur de l’Opéra national de Lorraine
Chœur de l’Opéra-Théâtre de Metz-Métropole
Regie: Nicola Raab

Semiramide: Salome Jicia
Arsace: Franco Fagioli
Idreno: Matthew Grills
Assur: Nahuel Di Pierro
Oroe / L’ombre de Nino : Fabrizio Beggi
Azema: Inna Jeskova
Mitrane: Ju In Yoon



CD-Veröffentlichung: Franco Fagioli – Rossini (Deutsche Grammophon, 30. September 2016)

Arien aus „Demetrio e Polibio“, „Matilde di Shabran“, „Adelaide di Borgogna“, „Tancredi“, „Semiramide“ und „Eduardo e Cristina“
Armonia Atenea
George Petrou, Leitung

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