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CD-Neuveröffentlichung am 8. September 2017: London Symphony Orchestra / Sir John Eliot Gardiner: Mendelssohn „Lobgesang“

Mit der Einspielung des „Lobgesangs“ krönen Sir John Eliot Gardiner und das London Symphony Orchestra ihren gefeierten Live CD-Zyklus aller Mendelssohn-Symphonien mit einem grandiosen Abschluss. Gardiner dirigierte den Lobgesang – für ihn ein absolutes Meisterwerk – zum ersten Mal. Mit „The Arts desk“ sprach er über seine Ersteinspielung: „Zuerst war ich etwas skeptisch und dachte, es wäre der Torso einer Symphonie, zusammen geschraubt mit einer Kantate. Aber das ist es nicht. Es ist pure Freude. Es verbindet den großen Erfindungsreichtum und Melodiefluss des jungen Mendelssohn und ist perfekt ausgewogen und konstruiert.“

 

Zu Ehren von Johannes Gutenberg und der 400-Jahrfeier seiner Erfindung des Buchdrucks beauftragte der Leipziger Stadtrat Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) im Jahr 1839 mit einem monumentalen Werk. Texte aus der Lutherbibel, die Mendelssohn selbst ausgewählt und zusammengestellt haben soll, bilden die Basis für seine innovative und einzigartige Mischung aus Symphonie und Kantate, für die sich der Komponist nach langem Ringen um die geeignete Form entschied. Auf den ersten, symphonischen Instrumentalteil folgt der fast doppelt so lange Kantatenteil, der kunstvoll die musikalischen Themen aus dem ersten Teil weiterentwickelt. Mit dem „Lobgesang“ gelang es Mendelssohn, eine schwere Schaffenskrise zu überwinden; später schrieb er, wie sehr ihm dieses Werk am Herzen lag. Bereits im Jahr der Komposition und Uraufführung – in einem großen und gefeierten Festkonzert am 25. Juni 1840 – überarbeitete und erweiterte er die Symphonie-Kantate, die in der zweiten Fassung vom Dezember 1840 als knapp einstündiges Vokalwerk eines seiner zu Lebzeiten meistaufgeführten Werke wurde.

 

Der Mitschnitt verbindet die herausragende Qualität der Aufnahme mit dem Zauber der Live-Aufführung in der Londoner Barbican Hall. Die hochkarätigen Solisten Lucy Crowe (Sopran), Jurgita Adamonyté (Mezzosopran) und Michael Spyres (Tenor) sowie der weltweit renommierte Monteverdi Choir vervollständigen das Ensemble für dieses eindrucksvolle Werk. Bereits im Konzert begeisterte die überzeugende Neuinterpretation Publikum und Rezensenten. Classical Source urteilte: „Gardiner brachte seine LSO Mendelssohn-Reihe zu einem furiosen Abschluss (…), mit enormer Überzeugung und Prunk aufgeführt, überliefert er alte Gewissheiten von sakralem und säkularem Stolz in einer Art, die ins Auge sticht.“

www.lso.co.uk

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