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Speranza Scappucci tritt ihr Amt als neue Chefdirigentin der Opéra Royal de Wallonie-Liège an, Premiere „Manon Lescaut“ 19. September

Die international renommierte Dirigentin Speranza Scappucci tritt im September 2017 die Nachfolge von Paolo Arrivabeni als neue Chefdirigentin der Opéra Royal de Wallonie-Liège an. Im März 2017 gab die Italienerin mit Verdis „Jérusalem“ ihr hoch gelobtes Debüt an der Oper. Zur Eröffnung der Saison 2017/2018 dirigiert sie im September Puccinis „Manon Lescaut“ und führt damit die Trias der Lescaut-Opern von Auber (2016), Massenet (2014) und Puccini fort, die das Opernhaus in der vergangenen Saison begonnenen hat.

 

Giacomo Puccinis Vertonung der leidenschaftlichen Liebesgeschichte zwischen Manon Lescaut und dem Chevalier Des Grieux nach dem Roman von Abbé Prévost war sein internationaler Durchbruch. Die Geschichte der 17-jährigen Manon, deren Bedürfnis nach Luxus im Zwiespalt mit ihrer Sehnsucht nach wahrer Liebe steht, bewegte nach der Uraufführung 1893 das Publikum weltweit. Nicht weniger als sieben Autoren waren am Libretto der vieraktigen Oper beteiligt, deren episodenhafter Handlungsablauf sich deutlich von der kontinuierlichen Erzählweise in Massenets Vertonung unterscheidet. In der Neuproduktion von Intendant Stefano Mazzonis di Pralafera übernimmt die Sopranistin Anna Pirozzi die Rolle der jungen Manon, als Des Grieux verfällt ihr Tenor Marcello Giordani.

 

Speranza Scappucci begeisterte in der Saison 2016/2017 mit ihrem Debüt an der Wiener Staatsoper; außerdem war sie bereits in Opernproduktionen und Konzerten am Teatro del Liceu in Barcelona, an der Opera di Roma, an der Los Angeles Opera und im Concertgebouw Amsterdam zu erleben. Auch in dieser Saison wird die Dirigentin an den großen internationalen Opernhäusern dirigieren, darunter das Opernhaus Zürich, die Wiener Staatsoper und das Teatro Regio di Torino. Darüber hinaus wird ihre Konzerttätigkeit sie u.a. nach New York, Moskau, Tokio und Shanghai führen. Ihr Studium absolvierte Scappucci an der Juilliard School in New York und am Conservatorio di Musica Santa Cecilia in Rom.

 

Die Opéra Royal de Wallonie-Liège in Lüttich ist eines der drei königlichen Opernhäuser Belgiens und blickt auf eine fast 200-jährige Geschichte zurück, die damit länger währt als die 1830 begründete belgische Monarchie. Der Spielplan des Hauses besticht durch eine abwechslungsreiche Mischung aus Klassikern des Repertoires und spannenden Raritäten. Seit der Saison 2007/08 ist der Italiener Stefano Mazzonis di Pralafera Intendant und künstlerischer Leiter der Oper. Das hochkarätige Programm des Hauses mit Stagione-Betrieb wird vom eigenen Orchester und eigenen Chören bestritten, während die Gesangssolisten für jede Produktion sorgfältig ausgewählt werden. Die beständig hohe Auslastung weist auf die große Beliebtheit und Treue des heimischen Publikums hin. Darüber hinaus strahlt das Haus überregional und zieht Besucher aus dem nahen Deutschland, den Niederlanden, Luxemburg und sogar Großbritannien an. www.operaliege.be

 

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