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Große Akzeptanz für neue Konzertformate – Abschluss des Kissinger Sommers 2017

Mit 62 Konzerten von herausragender künstlerischer Qualität in klassischen und experimentellen Formaten ist am Sonntag der Kissinger Sommer 2017 zu Ende gegangen. Künstlerpersönlichkeiten, die ihr Publikum in den Bann gezogen haben, sowie Schülerinnen und Schüler, die über sich hinaus gewachsen sind, haben das Festival geprägt. Mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und ihrem Chefdirigenten Paavo Järvi hat sich das Festivalorchester des Kissinger Sommers in drei großen Konzerten vorgestellt und sofort die Herzen des Publikums erobert.

 

Durch das neue farbenfrohe Erscheinungsbild und durch viele Begegnungen zwischen Künstlern und Publikum in der Kurstadt war in der Zeit vom 16. Juni bis 16. Juli ein besonderes „Festival-Feeling“ spürbar. Der erste Kissinger Sommer unter der Leitung von Tilman Schlömp setzte auf behutsame Verjüngung der künstlerischen Inhalte und auf Verbesserung der Servicequalität.

 

Sehr gut angenommen wurden die neuen Konzert-Formate, so z.B. das „Jazz breakfast“ im Kurgarten-Café, die Künstlergespräche und die „Palastrevolution“ am 8. Juli, die den Gesamtkomplex Regentenbau, Arkadenbau und Wandelhalle mit insgesamt 12 Konzerten bespielte. Die Begegnung von Stars und jungen Musikern sowie die Einbindung von Jugendmusikkorps, Kurorchester und weiteren regionalen Partnern ermöglichten spannende Begegnungen und Querverbindungen zwischen Klassik und Pop.

 

Das Motto des Festivals 2017 lehnte sich an eine Jahreszahl an: Unter dem Titel „1830 – Romantische Revolution“ wurden Werke und Stile der frühen Romantik vorgestellt, darunter die „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz. Doch auch musikalische Revolutionen der jüngeren Zeit fanden ihren Weg ins Festivalprogramm. So spielte der Stargeiger Nigel Kennedy sein berühmtes Jimi-Hendrix-Projekt mit Band und Orchester im Luitpoldpark, und Ute Lemper präsentierte ihr Programm „Stadtkind“ im neuen Klanggewand. Mehrere Uraufführungen, auch außerhalb der Kissinger LiederWerkstatt, und kostenfreie Angebote wie z.B. das Konzert „Cello-Loop“ rundeten das Angebot des Kissinger Sommers 2017 ab.

 

Mit einem Einspielergebnis von mehr als eine Million Euro und Ausgaben von 1,6 Millionen Euro für Künstlerhonorare und Nebenkosten liegt das wirtschaftliche Ergebnis des Kissinger Sommers 2017 im Rahmen der Erwartungen. Das prognostizierte Gesamtdefizit von 700.000 Euro wird somit nach jetzigem Stand nicht überschritten. 11 Veranstaltungen waren ausverkauft. Mit 70 Prozent ist die Auslastung geringer als erhofft, wegen niedrigerer Ausgaben und Erhöhung der Sponsoringeinnahmen konnte das Gesamtergebnis aber verbessert werden.

 

Ein wichtiger Beitrag für das Festival ist seit 2017 das Kissinger Zukunftslabor, das neue Education-Programm mit drei großen und mehreren kleinen Veranstaltungen. Dieses Programm wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen durchgeführt. Hier wurden insgesamt mehr als 300 Schüler und junge Leute aktiv einbezogen, Kissinger Schulen und weitere Institutionen haben diese Konzerte gemeinsam mit dem Festivalteam organisiert. Knapp 1.000 Besucher konnten mit den Projekten des Zukunftslabors erreicht werden.

 

Der Kissinger Sommer 2018 findet vom 15. Juni bis 15. Juli statt, das Programm wird Anfang November 2017 bekanntgegeben.

 

www.kissingersommer.de

 

 

 

 

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