60. Internationale Orgelwoche Nürnberg: Eröffnung mit Franz Liszt – Freitag, 20. Mai 2011
Die Internationale Orgelwoche Nürnberg beginnt am Freitag, 20. Mai mit einem festlichen Eröffnungskonzert anlässlich des 200. Geburtstags von Franz Liszt. Auf dem Programm stehen Evocation á la Chapelle Sixtine, der 137. Psalm „An den Wassern zu Babylon“ und eine Symphonie zu Dantes „Divina Commedia“. Martin Haselböck leitet die Wiener Akademie, weitere Mitwirkende sind der Frauenchor des Chorus sine nomine und die Mezzosopranistin Sharon Carty. Der Bayerische Rundfunk zeichnet das Konzert auf und sendet den Mitschnitt am 18. Juli 2011 um 20.03 Uhr in seinem Programm BR Klassik.
Mit „Kontrasten im Schatten des Kreuzes“ feiert die ION vom 20. bis 29. Mai 2011 ihr 60-jähriges Bestehen. Zu den Höhepunkten gehört eine Reihe festlicher Abendkonzerte unter anderem mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks und dem Münchener Kammerorchester (21. Mai) und der Hamburger Ratsmusik (24. Mai). Mit Spannung erwartet wird die „Blaue Nacht Nürnberg“ am 28. Mai, zu deren Programm die ION zwei Uraufführungen und ein fünfstündiges Konzert „A-Dur ist blau!“ beiträgt. Schlussakkord und Festivalgipfel ist die „Arabischen Passion“ nach Johann Sebastian Bach im Abschlusskonzert in St. Egidien mit dem Ensemble Sarband am 29. Mai. Als musikalisches Zeichen der Versöhnung zwischen den Religionen wird diese Veranstaltung vom Bayerischen Rundfunk live in die ganze Welt übertragen. Außerdem wird der im Zweijahresturnus stattfindende Internationale Orgel-Interpretationswettbewerb ausgetragen. 16 junge, aufstrebende Nachwuchskünstler aus Deutschland, Japan, Korea, Polen, Ungarn und aus Tschechien wetteifern vom 20. bis 26. Mai um die Gunst der Jury.
Aus Anlass ihres 60. Geburtstags hat sich die ION mit einer reich bebilderten Festschrift beschenkt, in der Freunde und Weggefährten die Geschichte der ION in persönlichen Erinnerungen erzählen. Bis Ende Mai ist in St. Sebald auch eine Ausstellung „60 Jahre ION“ zu sehen.
Die Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra war 1951 einer der ersten kulturellen Lichtstrahlen in der vom Krieg noch weitgehend zerstörten Stadt Nürnberg. Im Mittelpunkt steht traditionell die Orgelmusik. Daneben versteht sich die ION auch als ein Forum der zeitgenössischen Kirchenmusik, mehr als 150 Ur- und Erstaufführungen haben in sechs Jahrzehnten auf dem Programm gestanden. Zu den Spielstätten 2011 gehören neben den beiden evangelischen Hauptkirchen, St. Sebald und St. Lorenz (mit der größten Orgelanlage in einer evangelischen Kirche in Deutschland), die Frauenkirche, Nürnbergs einzige Barockkirche St. Egidien, St. Martha und St. Klara sowie St. Nikolaus und St. Ulrich. Weitere Veranstaltungsorte sind der Aufseßsaal im Germanischen National¬museum und das „Uhrenhaus“ auf dem Betriebsgelände der N-ERGIE in Sandreuth, Nürnbergs wenig bekannte Veranstaltungsperle. Künstlerischer Leiter der ION in den Jahren 2009 bis 2012 ist der Komponist Wilfried Hiller. www.ion-musica-sacra.de
Ophelias - PR