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Presse | Heidelberger Frühling

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Heidelberger Frühling nächstes Jahr unter dem Motto „Zeitenwechsel“

Das internationale Musikfestival veröffentlicht Programm 2011 mit über 90 Veranstaltungen – Vorverkauf ab 8. November

Vom 19. März bis zum 17. April 2011 lädt das internationale Musikfestival „Heidelberger Frühling“ zu seiner 15. Saison mit insgesamt 93 Veranstaltungen ein. Auf dem heute veröffentlichten Programm stehen unter anderem Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Pianisten András Schiff und dem Perkussionisten Martin Grubinger. Als junge „Artists in Residence“ sind die Geigerin Veronika Eberle, die Cellistin Marie-Elisabeth Hecker und der Pianist Francesco Piemontesi eingeladen. Unter dem Motto „Zeitenwechsel“ wirft das Festival einen Blick auf musikalische Momente, in denen aus dem Bestehenden ausgebrochen und etwas Neues geschaffen wurde. Ein Fokus liegt dabei auf dem Werk des Komponisten Ludwig van Beethoven.

Mit der Festival Akademie ruft der „Heidelberger Frühling“ 2011 ein neues Kernprojekt ins Leben. Anknüpfend an die Bildungs- und Forschungstradition Heidelbergs soll die Akademie ein Ort sein, an dem für international ausgewählte Stipendiaten aus den Bereichen Liedgesang und -begleitung, Kammermusik und Komposition Freiräume geschaffen werden, in denen sie sich gemeinsam mit renommierten Künstlern und Wissenschaftlern intensiv künstlerisch austauschen können. Dabei sein werden unter anderem die Sänger Thomas Hampson (künstlerischer Leiter der Lied Akademie) und Barbara Bonney, der Komponist Matthias Pintscher (künstlerischer Leiter der Akademie Junger komponisten) und der Kulturwissenschaftler Jens Malte Fischer. Wesentlich für das Konzept ist der Gedanke der Vernetzung – sowohl die Vernetzung der Stipendiaten und Dozenten aller Akademiebereiche untereinander, als auch die Vernetzung zwischen verschiedenen Kunstformen (Tanz, Medienkunst u.a.) und mit der Literatur- und Musikwissenschaft. Das Publikum ist explizit dazu eingeladen, an den Kursen, Proben, Workshops, Gesprächsrunden und Konzerten rege teilzunehmen. „Die Arbeit an der Festival Akademie geht weit über den Rahmen üblicher Meisterkurse hinaus“, so Festivalintendant Thorsten Schmidt. „Über die technischen Aspekte hinaus, die sonst im Mittelpunkt von Kursen stehen, vermitteln wir den Akademisten vor allem Hintergrundwissen, das Ihnen das Handwerkszeug an die Hand gibt für eine noch fundiertere Interpretation der von Ihnen aufgeführten Werke.“

Ein „Zeitenwechsel“, den der „Heidelberger Frühling“ zum zentralen Ausgangspunkt in seinem Programm macht, ist die musikalische Wende zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Eine prägende Gestalt dieser Zeit war Ludwig van Beethoven. Zunächst suchend, aber schon bald Grenzen sprengend gilt er als großer Erneuerer in der Musik und wurde zu einer zentralen Bezugsfigur für die folgenden Komponistengenerationen. Entsprechend nehmen Beethovens Werke eine zentrale Stellung im Festivalprogramm ein. So erklingt beim Eröffnungskonzert mit der Academy of St. Martin in the Fields und dem Pianisten und Dirigenten Christian Zacharias ein reines Beethoven-Programm, unter anderem mit der revolutionären „Eroika“-Sinfonie, und beim Abschlusskonzert führen das Münchner Rundfunkorchester und der Münchener Bach-Chor die 9. Sinfonie auf. Außerdem gibt es eine Reihe mit Beethovens Klaviertrios und einen Beethoven-Schwerpunkt beim renommierten Streichquartettfest.

Den 200. Geburtstag des Komponisten Franz Liszt im nächsten Jahr nimmt der „Heidelberger Frühling“ zum Anlass für ein Themenwochenende mit Klavierabenden, Lesungen und Vorträgen rund um den ungarischen Jubilar. Mitwirken werden unter anderem die Pianisten Pierre-Laurent Aimard und Igor Levit, die Autorin Eleonore Büning und die Musikwissenschaftlerin Dorothea Redepenning.

Unter dem Titel „Musik der Sinti und Roma“ widmet sich der „Frühling“ in Kooperation dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma einer Musikkultur, die in der Musikgeschichte zwar einen festen, aber nicht fest umrissenen Platz einnimmt. Häufig als „Zigeunermusik“ bezeichnet, haben sich zahlreiche Musiker und Komponisten von der „Wiener Klassik“ bis heute ihrer Formen und Melodien bedient. Ausgewählte Facetten dieses musikalischen Reichtums stellt der „Heidelberger Frühling“ bei Konzerten mit dem Geiger Roby Lakatos und seinem Ensemble, dem Trio um den Gitarristen Diknu Schneeberger und dem Gypsy Symphony Orchestra aus Budapest vor.

Finanziert wird das umfangreiche Programm des „Heidelberger Frühling“ erneut durch eine ausgewogene Mischung aus privater Förderung, Zuschüssen der Stadt Heidelberg, um die laufenden Betriebskosten abzudecken, und Einnahmen durch den Kartenverkauf. Unter den privaten Förderern sind zuvorderst der Freundeskreis Heidelberger Frühling e.V., der Hauptförderer HeidelbergCement sowie die Co-Förderer Octapharma und die Manfred Lautenschläger Stiftung zu nennen. Musikliebenden Privatpersonen wie Dr. Jobst Wellensiek, Dr. Renate Keysser-Götze und Dr. Dietrich Götze sowie der Klaus Tschira Stiftung ist es maßgeblich zu verdanken, dass internationale Spitzenorchester in Heidelberg zu Gast sein werden. Für das Jugendprojekt „Classic Scouts“ setzt sich bereits im fünften Jahr das SAS Institute ein, und die neue Festival Akademie ist das erste Förderprojekt der Stiftung Heidelberger Frühling. Als neue Förderer begrüßt das Festival die Kanzlei Dr. Erben und E&B wdw Druck. Eine begleitende Berichterstattung ist auch im kommenden Jahr durch die langjährigen Medienpartner Rhein-Neckar-Zeitung, SWR2 und Deutschlandradio Kultur gesichert.

Karten sind ab Montag, den 8. November 2010 unter Tel. (06221) 584 00 44 und deutschlandweit an allen bekannten Vorverkaufskassen erhältlich. Das komplette Programm und Online-Kartenbuchungen unter: www.heidelberger-fruehling.de.

Ophelias - PR