Musikalisches Groß-Projekt: Florian Uhlig spielt sämtliche Klavierwerke Robert Schumanns auf fünfzehnteiliger CD-Edition ein – Vol. I erscheint am 14. Juni 2010
Begeisterungsstürme bei Kritikern und Publikum entfachte Florian Uhlig im Frühjahr 2009 mit seiner Aufnahme von mehreren, weniger bekannten Variationswerken Beethovens für Klavier. Das Robert-Schumann-Jahr 2010 wird für den Pianisten zum Auftakt eines musikalischen Groß-Projekts: Florian Uhlig wird in einer CD-Edition Schumanns sämtliche Werke für Klavier solo für hänssler CLASSIC einspielen. Dabei werden auf mehreren der insgesamt 15 CDs Ersteinspielungen zu hören sein. Bis 2017 soll dieses anspruchsvolle Projekt abgeschlossen sein. Die erste Folge der Edition erscheint unter dem thematischen Schwerpunkt „Robert Schumann und die Sonate I“ am 14. Juni 2010.
Schumanns Werke für Klavier solo bilden einen breit gefächerten Kosmos von hochvirtuosen Stücken für den Konzertsaal bis hin zu wertvoller Literatur für den Klavierunterricht. Vor ungefähr 60 Jahren einsetzende Bestrebungen, diesen musikalischen Schatz komplett auf Tonträgern festzuhalten, wurden ihm allerdings nur zum Teil gerecht. Die Zusammenstellung der Stücke auf dieser neuen CD-Edition erfolgt nicht chronologisch sondern thematisch. Auf diese Weise ergibt sich ein geschlosseneres Bild von Schumanns Schaffensphasen. Texte von Joachim Draheim, der einige der Werke entdeckt und/oder ediert hat, erhellen biografische und musikgeschichtliche Hintergründe der jeweiligen Werkgruppe. Wesentlich für die Edition ist auch die Einbeziehung von Zweitfassungen bzw. „neuen Ausgaben“ (um 1850) mit zum Teil substanziellen Abweichungen. Ebenfalls berücksichtigt werden unveröffentlichte Stücke sowie (teilweise) ergänzte Fragmente, soweit sie musikalisch sinnvoll sind. Dadurch unterscheidet sich diese Edition deutlich von bereits existierenden Gesamtaufnahmen. Mit seinem außergewöhnlichen Projekt eröffnet Florian Uhlig einen völlig neuen Blickwinkel auf Schumanns Klavierschaffen: „Mit Bahn brechender Intensität schuf Schumann in seinen Klavierwerken eine neue Sicht auf die Ausdrucksmöglichkeiten musikalischer Gattungen und Titel. Umdeutungen bekannter klassischer Formen, wie etwa der Sonate und der Variation, treffen auf die Schöpfung gänzlich neuartiger ‚Charakterstücke’, deren literarischer Anspruch keinesfalls mit programmatischen Tonbildern gleichzusetzen ist. Figuren und Fantasien werden zum Thema des Schumannschen Oeuvres, und mancher Themenkreis scheint den Komponisten über viele Jahre hinweg – auch mit Unterbrechungen und immer wieder neuen Anläufen – beschäftigt zu haben. So erscheint die Perspektive thematischer Bezüge biographisch aufschlussreicher und künstlerisch spannender als eine chronologische Aneinanderreihung“, erläutert der Pianist.
Florian Uhlig ist ein international geschätzter Solist, gefragter Kammermusiker und Liedpianist. 1997 gab er sein Orchesterdebüt im Londoner Barbican. Seitdem führte ihn eine rege Konzerttätigkeit rund um den Globus, zu namhaften Orchestern und wichtigen Festivals. Seit 2008 ist Florian Uhlig Künstlerischer Leiter des „Johannesburg International Mozart Festival“ in Südafrika. Bereits mit seiner letzten CD, Beethovens Variationen für Klavier, feierte der Pianist im Frühjahr 2009 großartige Erfolge: „Die Interpretationen lassen sich mit allerhöchsten Beispielen vergleichen“, gratulierte u. a. Joachim Kaiser in der Süddeutschen Zeitung.
www.florian-uhlig.com
Ophelias - PR