Das 54. Menuhin Festival Gstaad tritt eine Musikreise „Zwischen Himmel und Erde“ an: 16. Juli – 5. September 2010
Es ist eines der ältesten und bedeutendsten Klassik- und Landschaftsfestivals der Schweiz – mitten in der atemberaubenden Landschaft der Schweizer Alpen: Das Menuhin Festival Gstaad. Unter dem Motto „Zwischen Himmel und Erde“ finden vom 16. Juli bis 5. September 2010 beim 54. Festival mehr als 50 verschiedene Veranstaltungen statt. Im Mittelpunkt stehen zwei besondere Highlights: das Debüt des Gstaad Festival Orchestra mit Maxim Vengerov am Pult sowie die erste Gstaad Piano Academy mit András Schiff, diesjähriger „Artist in residence“. Weltklassekünstler wie Cecilia Bartoli, Bobby McFerrin, Daniel Hope, Arcadi Volodos, herausragende Nachwuchsmusiker wie Alison Balsom, Dejan Lazić, Nuria Rial, Xavier de Maistre sowie die Gastkonzerte des London Symphony Orchestra unter Valery Gergiev, Russian National Orchestra mit Mikhail Pletnev und das Kammerorchester Basel mit Giovanni Antonini sind die Säulen des hochkarätigen und abwechslungsreichen Programms. Das Menuhin Festival Gstaad wird zum achten Mal in Folge von der HSBC Private Bank (Suisse) SA als Hauptsponsor gefördert. Darüber hinaus erhält es erstmals Unterstützung durch die Berner Uhrenmanufaktur Armin Strom an der Seite des Grand Hotel Bellevue Gstaad.
Den Auftakt des 54. Menuhin Festival Gstaad gestaltet der große ungarische Pianist András Schiff, diesjähriger „Artist in residence“ des Festivals. Im Rahmen seiner Residenz ehrt er ab dem 16. Juli an drei Abenden Robert Schumann, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Nach dem reinen Klavier-Solo-Abend am Eröffnungstag wird er am 20. Juli unter dem Titel „Volkston“ einen Kammermusikabend mit Yuuko Shiokawa (Violine), Hariolf Schlichtig (Viola) und Christoph Richter (Violoncello) geben. Den Abschluss der Trias bildet am 22. Juli „Schumanns Welt zwischen Himmel und Erde“ mit Ruth Ziesak (Sopran), Britta Schwarz (Alt), Markus Schäfer (Tenor), Hanno Müller-Brachmann (Bass-Bariton) und dem Deutschen Kammerchor unter Heinz Holliger.
Traditionell – und ganz im Sinne Menuhins – spielt auch 2010 die Nachwuchsförderung wieder eine zentrale Rolle. Erstmals richtet sich die „Gstaad Academy“ in diesem Jahr an junge Pianisten und, wie auch im Vorjahr, an Sänger, die öffentlich unterrichtet werden. Vom 17. bis 25. Juli gibt der „Artist in residence“ András Schiff unter dem Titel „Gstaad Piano Academy“ Studenten aus aller Welt Meisterkurse. Die „Gstaad Vocal Academy“ vom 18. bis 25. August wird – wie auch schon 2009 – von Ceclia Bartoli und ihrer Lehrerin und Mutter Silvana Bazzoni Bartoli ausgerichtet. Mit der „Play @ Menuhin Festival Gstaad“ wendet sich das Menuhin Festival Gstaad auch an Amateurmusiker und Jugendliche.
Eine erste professionelle Konzertplattform bieten die „Matinées des Jeunes Etoiles“: Junge, viel versprechende Talente wie Milos Karadaglic (Gitarre), Gunta Abele (Cello) und Andrey Baranov (Violine) stellen dort ihr Können unter Beweis. Das im Oktober 2009 in London gegründete Gstaad Festival Orchestra wird – mit keinem Geringerem als Maxim Vengerov am Pult – am 13. August 2010 im Festivalzelt seinen Einstand geben. Für das Debüt dieses ersten eigenen Sinfonieorchesters des Festivals und den Auftakt der ersten Europatournee mit Konzerten in Deutschland und Österreich hat der Schweizer Komponist Daniel Schnyder eine sinfonische Meditation geschrieben, die sich in Rimsky-Korsakovs Osterouverture und Mussorgskys berühmte „Bilder einer Ausstellung“ einbettet.
Musizieren unter Freunden in entspannter Atmosphäre – auch das gehört zu den wichtigen Vorsätzen des großen Weltenbürgers, Musikers und Namensgebers Yehudi Menuhin. Mit einem fulminanten Höhepunkt endet das diesjährige Festival: Die mehrteilige „Tout le monde du violon“ wird zu einem interkulturellen, lebendigen Fest der besonderen Art. Hier kommt die Musik der Sinti, Roma, Gitanos und Gadsche mit Tänzern und Sängern aus traditionellen Zigeuner-Familien zu Gehör. Ihre Aufwartung machen aber auch Roby Lakatos & Band.
Von der atemberaubenden Landschaft der Schweizer Alpen angezogen, wurde Gstaad im Berner Oberland für den Jahrhundertgeiger Yehudi Menuhin in der 50-er Jahren zum „genius loci“. Heute zählt das von ihm 1957 gegründete Menuhin Festival Gstaad zu den ältesten und bedeutendsten Festivals der Schweiz. Der Geist des Gründers und Weltenbürgers Menuhin steht auch heute noch im Zentrum der Programmatik, ist unverändert die Leitlinie für das Festival. Neben den Veranstaltungen von Weltniveau ist das Menuhin Festival Gstaad Plattform hochkarätiger Meisterkurse. Weitere Infos auf www.menuhinfestivalgstaad.com
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