Brahms-Festival ‚en miniature’: Markus Poschner und Bremer Philharmoniker auf Entdeckungsreise durch das symphonische Schaffen von Johannes Brahms – 22. bis 26. Februar 2009
Erfolgreiche Debüts beim Iceland Symphony Orchestra und Hiroshima Symphony Orchestra geleiteten Markus Poschner ins Jahr 2009. Für sein nächstes Projekt kehrt Bremens Generalmusikdirektor ans Pult „seiner“ Philharmoniker zurück. Mit einem Festival ‚en miniature’ widmen sich Markus Poschner und die Bremer Philharmoniker am 22., 23., 24. und 26. Februar dem großen deutschen Komponisten Johannes Brahms. Im Zentrum der Konzert-Reihe „phil intensiv“ stehen seine vier Symphonien, eingerahmt durch Werke von Antonín Dvořák, Wolfgang Rihm, Alban Berg und Joseph Haydn. Musikalische Satelliten, die von Brahms in ihrem Schaffen entweder beeinflusst wurden oder den Komponisten – wie im Fall von Haydn – inspiriert haben. Hochkarätige Solisten der vier Brahms-Tage sind die Cellistin Sol Gabetta und die Sopranistin Susanne Bernhard.
Johannes Brahms und die Bremer Philharmoniker haben sich gegenseitig beeinflusst: Am Pult des Orchesters begann im Bremer Dom am Karfreitag 1868 vor 2500 Zuschauern mit einem Schlag der Siegeszug des damals noch weitgehend unbekannten Komponisten: Mit der zunächst gewagten, dann triumphal aufgenommen deutschen Erstaufführung des „Deutschen Requiems“. Aufführungen der Werke Brahms´ in Bremen mit Dirigenten wie Hans von Bülow, Clemens Krauss oder Karl Böhm haben das Klangverständnis der Bremer Philharmoniker maßgeblich bis heute geprägt. Das Bremer Brahms-Festival ‚en miniature’ stellt den vier Symphonien von Brahms Werke von Dvořák, Haydn, Rihm und Berg gegenüber: Der große Tscheche Antonín Dvořák pflegte eine lebenslange Freundschaft mit seinem Förderer und betrachtete ihn als kompositorische Autorität, von der er sich immer wieder musikalisch inspirieren ließ. Ähnliches gilt auch für Alban Berg, den großen Komponisten der 2. Wiener Schule. In Wolfgang Rihms „Ernstem Gesang“ – bereits der Titel weist auf Brahms´ „Vier ernste Gesänge“ hin – tauchen assoziativ Motive Brahmscher Werke auf. Für Johannes Brahms war Joseph Haydn ein wichtiges Vorbild. Zeitlebens besann er sich auf den großen Komponisten der Wiener Klassik zurück.
Markus Poschner ist einer der spannendsten jungen Dirigenten Deutschlands. Längst in der Klassikszene etabliert, wirkt er als Gastdirigent bei allen großen deutschen Symphonieorchestern, u. a. Münchner Philharmoniker, Bamberger Symphoniker, Stuttgarter Philharmoniker, MDR Sinfonieorchester Leipzig, Dresdner Philharmoniker, Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks oder Konzerthausorchester Berlin. Markus Poschner macht zudem als musikalischer Freigeist mit einem Repertoire zwischen Tradition und Moderne von sich reden.
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