„Kapitaler Vorstoß“ der Viola: Antoine Tamestit triumphiert mit Olga Neuwirths Violakonzert in deutscher Erstaufführung beim Ultraschall-Festival in Berlin
Mit der deutschen Erstaufführung von Olga Neuwirths Bratschenkonzert „Remnants of Song … an Amphigory“ begeisterte Antoine Tamestit beim Ultraschall-Festival in Berlin. Mit diesem Werk gelang dem „Wunder-Bratscher“ „ein kapitaler Vorstoß zugunsten seines Instruments“ (Die Welt) – zuerst mit der erfolgreichen Uraufführung beim Festival musikprotokoll in Graz, danach mit Wiederholung beim Festival Wien Modern 2009.
Als Widmungsträger des neuen Bratschenkonzerts von Olga Neuwirth beleuchtete der international gefeierte Antoine Tamestit die unendlichen Ausdrucksmöglichkeiten seines Instruments und schuf mit viel Engagement ein modernes, hochkarätiges Repertoire für die Viola. So lobte die FAZ bei der deutschen Erstaufführung in Berlin: „Das neue Violakonzert […] ist ein Stück von enormer klanglicher Phantasie.“ Antoine Tamestit zog mit seiner Klangkunst Publikum und Kritiker gleichermaßen in seinen Bann: „Tatsächlich verfügt Antoine Tamestit über den zurzeit wohl elegantesten Viola-Ton der Welt. (Die Welt)“ „Tamestit konnte mit kehlig-warmen Kantilenen ebenso prunken, wie mit munterem Zupfen, das den Klang einer Gusli, einer alten russischen Zither, imitierte. (FAZ)“ „Der Solist Antoine Tamestit wird das satte Timbre seines Instruments erst in Zusammenhang mit Passagen, die auf Verse Nietzsches geschrieben sind, ausgiebig hören lassen. Denn es ist das Orchester, dem der Solopart für lange Zeit den Vortritt geben muss, und so lässt auch Tamestit der ideenreichen Textur zumal des ersten Satzes jede Menge Raum, der ingeniösen Überlagerung von Klimbim und ernsten Effekten, von Sanglichem, Quetschkommodigem, bartókisch Tänzerischem oder Marschmäßigem. (Der Tagesspiegel)“ Im deutschsprachigen Raum ist Antoine Tamestit seit der Saison 2009/10 mehrfach in exponierter Stellung zu erleben: als „Artist in Residence“ des Konzerthaus Berlin und für die nächsten drei Jahre als „Junger Wilder“ am Konzerthaus Dortmund.
Der 1979 geborene Antoine Tamestit studierte außer am Pariser Conservatoire und an der Yale University (USA) auch bei Tabea Zimmermann an der Universität der Künste in Berlin. Die wichtigsten internationalen Auszeichnungen – u. a. der 1. Preis bei den Young Concert Artists International Auditions New York, 1. Preis beim ARD-Wettbewerb, „Borletti Buitoni Trust Award“ und „Credit Suisse Young Artist Award“ – waren das Fundament seiner rasanten internationalen Karriere. Seit 2007 ist er außerdem Professor für Viola an der Hochschule für Musik in Köln. Antoine Tamestit spielt auf die Viola „Mahler“, von Antonio Stradivari (Cremona, 1672), die ihm von der Habisreutinger-Stiftung zur Verfügung gestellt wird.
Ophelias - PR