Antoine Tamestit mit Olga Neuwirths Violakonzert bei Wien Modern – 20. November Deutsche Erstaufführung beim Ultraschall-Festival in Berlin – 31. Januar 2010
Im Oktober sorgte der französische Bratschist Antoine Tamestit für Furore mit der Uraufführung von Olga Neuwirths Bratschenkonzert „Remnants of Song … an Amphigory“ beim Festival musikprotokoll im Rahmen des steirischen herbsts in Graz. Am 20. November wird er beim Festival Wien Modern das Werk der renommierten österreichischen Komponistin erneut spielen, wieder begleitet vom Radio-Symphonieorchester Wien mit Peter Eötvös am Pult. Die deutsche Erstaufführung erwartet den „Shootingstar“ (Der Standard) in Berlin beim Ultraschall-Festival am 31. Januar 2010 mit dem Deutschen Symphonie Orchester unter Alejo Pérez .
Antoine Tamestit genügt es nicht, die herrlichen Möglichkeiten seines Instruments nur mittels des bereits vorhandenen Repertoires aufzuzeigen. Der Ausnahme-Musiker schafft neues Repertoire – „Remnants of Song … an Amphigory“ ist ein Auftragswerk des ORF und Borletti-Buitoni Trusts im Namen von Antoine Tamestit, zusammen mit Betty Freeman, dem Festival Wien Modern und dem rbb Berlin. Olga Neuwirth gehört zu den „derzeit unkonventionellsten und eigenständigsten österreichischen Komponistengestalten.“ (Der Standard) Die Uraufführung ihres Bratschenkonzerts in Graz kommentiert der ORF: „…Der Bratschist […], Viola-Shooting-Star und sensibler Kammermusiker, ist in genau dieser Rolle des sensibel Nachspürenden und Kommentierenden besetzt. Bei aller Melancholie und Trauer ist das Bratschenkonzert von Olga Neuwirth aber ein energetisches, nicht ein durchwegs zurückhaltendes Stück, zu Trauer gehört eben durchaus auch Wut.“ Die Salzburger Nachrichten gratulieren: „Antoine Tamestit […] spielte es virtuos, aber auch mit herzerwärmendem Ton“ und die Wiener Zeitung spricht von „dem famosen Antoine Tamestit.“
1979 geboren, studierte Antoine Tamestit am Pariser Conservatoire, an der Yale University (USA) und bei Tabea Zimmermann an der Universität der Künste in Berlin. Die wichtigsten internationalen Auszeichnungen – u. a. der 1. Preis bei den Young Concert Artists International Auditions New York, 1. Preis beim ARD-Wettbewerb, „Borletti Buitoni Trust Award“ und „Credit Suisse Young Artist Award“ waren das Fundament seiner rasanten internationalen Karriere. Seit 2007 ist er außerdem Professor für Viola an der Hochschule für Musik in Köln. Im deutschsprachigen Raum ist Antoine Tamestit seit dieser Saison mehrfach in exponierter Stellung zu erleben. Als „Artist in Residence“ des Konzerthaus Berlin meisterte der Weltklasse-Bratschist mit Bravour seinen Einstand: „Tamestit selbst hat sich mehr als würdig benommen und sich großartig geschlagen […] Das schwere Violakonzert von Bartók hat er souverän gemeistert […].“ (rbb) Weiterhin ist der Künstler auf drei Jahre als „Junger Wilder“ dem Konzerthaus Dortmund verbunden. Seine Premiere in dieser Eigenschaft im September 2009 ließ keine Wünsche offen: „Heute - und schon seit geraumer Zeit - gibt es Musiker, die den Charakter des Instruments meisterhaft zum Blühen bringen, seinen kantabel strömenden Ton und seine farbliche Fülle. Zu ihnen gehört Antoine Tamestit.“ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) „Ein Klang-Ästhet“, resümieren die Ruhr Nachrichten. Antoine Tamestit spielt auf der Viola „Mahler“ von Antonio Stradivari, Cremona 1672, die ihm von der Habisreutinger-Stiftung zur Verfügung gestellt wird.
Wien Modern: Olga Neuwirth „Remnants of Song...an Amphigory"
20. November, 19.30 Uhr, Konzerthaus Wien im Rahmen von Wien Modern
Antoine Tamestit
Radio-Symphonieorchester Wien, Peter Eötvös - Musikalische Leitung
Deutsche Erstaufführung: Olga Neuwirth: „Remnants of Song...an Amphigory"
31. Januar 2010, 20.00 Uhr, Berlin, Haus des Rundfunks im Rahmen des Ultraschall-Festivals
Antoine Tamestit
Deutsches Symphonie Orchester, Alejo Pérez - Musikalische Leitung
Ophelias - PR