Norweger auf Erfolgskurs: Eivind Gullberg Jensen dirigiert Neuproduktion von Verdis „Il Corsaro“ am Opernhaus Zürich – ab 22. November 2009
Eivind Gullberg Jensen gehört zu den derzeit gefeiertesten Dirigenten der jüngeren Generation. Nach seinem fulminanten Einstand an der Norske Opera Oslo und als junger NDR-Chefdirigent in Hannover im Spätsommer 2009 geht er nun an das Opernhaus Zürich, wo er die Neuproduktion von „Il Corsaro“ von Giuseppe Verdi leiten wird. Damiano Michieletto inszeniert diese selten gespielte Oper, die zum bisher weniger bekannten Frühwerk des großen Italieners gehört. Gemeinsam mit dem Orchester und Chor der Oper Zürich sind als Solisten u. a. Carmen Giannattasio (Gulnara), Elena Mosuc (Medora) und Vittorio Grigolo (Corrado) zu erleben. Die Premiere findet am 22. November statt, Folgetermine sind am 24., 26., 28. November, 1., 3., 6., 29. Dezember 2009 und 1. Januar 2010.
Nicht nur als Orchester- sondern auch als Operndirigent hat sich Eivind Gullberg Jensen in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf in Europa gemacht. An der Oper Zürich debütierte er bereits 2007 mit der umjubelten Produktion von Heinz Spoerlis „Peer Gynt“ und begeisterte 2008 mit Bohuslav Martinůs „Greek Passion“. Mit der dreiaktigen Oper „Il Corsaro“ von Giuseppe Verdi kehrt nun der viel versprechende Dirigent nach Zürich zurück. Das 1848 in Triest uraufgeführte „Melodramma tragico“ basiert auf „The Corsair. A Tale“ (1814) von Lord Byron. Somit vertonte Verdi zum zweiten Mal ein Werk des damals in Italien ungewöhnlich populären englischen Romantikers. Die Oper handelt vom tragischen Schicksal des Piratenanführers Corrado. Mit Hilfe der Sklavin Gulnara entgeht er dem vom Sultan verhängten Todesurteil. Das unausweichliche Schicksal trifft ihn aber mit dem Tod seiner Frau und Corrado stürzt sich ins Meer. Symbolischer Höhepunkt der zu Unrecht unterschätzten Oper ist die Kerkerszene des tenoralen Helden – dabei wirken die Geigen- und Cellosoli außerordentlich innovativ und unterstreichen die künstlerische Reife des Komponisten. Das Libretto wurde von Francesco Maria Piave, einem von Verdis wichtigsten Librettisten, geschrieben.
In seiner Eigenschaft als Operndirigent sorgte Eivind Gullberg Jensen Anfang September 2009 mit seinem Heimdebüt an der Norske Opera Oslo mit „Rusalka“ für Furore, sowie im Frühjahr 2009 mit Janáčeks „Jenůfa“ an der English National Opera London. Ferner leitete er erfolgreich 2007 das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin mit „Tosca“ und 2008 das Mahler Chamber Orchestra mit „Fidelio“, beides am Festspielhaus Baden-Baden. Seit September 2009 ist er außerdem Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie in Hannover. Neben den Auftritten in seiner deutschen Wirkungsstätte wird Eivind Gullberg Jensen seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit anderen internationalen Spitzenorchestern fortsetzen und in den kommenden drei Spielzeiten regelmäßig u. a. mit dem Oslo Philharmonic Orchestra zusammenarbeiten.
Ophelias - PR