Ausklang des Haydn-Jahrs im Wiener Musikverein: Juliane Banse unter Nikolaus Harnoncourt in konzertanter „L’infedeltà delusa“ – 14. und 15. November 2009
Bereits im November 2007 sorgte Juliane Banse in Haydns selten gespieltem „Orlando Paladino“ im Theater an der Wien international für Furore. Jetzt lässt sie das Haydn-Jahr 2009 mit einer weiteren Oper des oft eher für sein sinfonisches Schaffen bekannten Komponisten ausklingen. Am 14. und 15. November 2009 ist sie unter Nikolaus Harnoncourt im Goldenen Saal des Wiener Musikverein zu hören. In der konzertanten Aufführung von „L’infedeltà delusa“ übernimmt die gefeierte Haydn-Sängerin die Partie der Vespina. Hochkarätig ist auch die Besetzung der weiteren Soli mit Martina Janková, Werner Güra, Kenneth Tarver und Florian Boesch, es spielt Concentus Musicus Wien.
Haydns Opern verblüfften nicht erst im Haydn-Jahr 2009 als absolute Entdeckungen, sondern bereits im November 2007, wie die von Keith Warner inszenierte Opernrarität „Orlando Paladino“ im Theater an der Wien. Juliane Banse war in dem von Nikolaus Harnoncourt dirigierten Riesenerfolg „eine Eurilla von bemerkenswerter Intensität. An ihrem erotischen Mutterwitz prallt jede Großsprecherei ab: Wie lächerlich doch die Männer sind“, beglückwünschte Die Welt. Auch die Neue Zürcher Zeitung unterstrich die „diesseitig lebensfreudige Schäferin Eurilla, der Juliane Banse ihre warme, reizvoll kehlige Stimme leiht“ und Der Standard brachte es kurz und treffend auf den Punkt: „tadellos: Juliane Banse“. Zu den erfolgreichsten wiederbelebten Haydn-Opern überhaupt gehört „L’infedeltà delusa“. Vespina ist – ähnlich der Schäferin Eurilla – ein junges Mädchen, das an Witz und Geistesschärfe den anderen Gestalten der buffonesken Handlung weit überlegen ist. Blitzgescheit entwickelt sie sich in zahlreichen Verwandlungen zur Schlüsselfigur in einem Verwirrspiel um die Liebe.
Mit einem Rollendebüt kehrt Juliane Banse im Februar 2010 nach Österreich zurück. Dann ist sie im Tiroler Landestheater Innsbruck in der Titelrolle von Richard Strauss’ gleichnamiger Oper „Arabella“ zu erleben. Inszeniert wird diese Neuproduktion von Brigitte Fassbaender, die musikalische Leitung übernimmt Christoph Poppen, Ehemann der Sängerin und Chef der Deutschen Radio Philharmonie. Mit einer hochkarätige Verpflichtung im Konzertbereich wendet sich Juliane Banse kurz vor Jahresende einem weiteren wichtigen Komponistenjubilar 2009 zu: Am 12. und 13. Dezember ist sie in Felix Mendelssohn Bartholdys Monumentaloratorium „Elias“ mit Herbert Blomstedt am Pult der Bamberger Symphoniker zu hören.
Weitere Informationen unter www.julianebanse.com
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