Weltstar auf der Viola: Antoine Tamestit bringt Olga Neuwirths Bratschenkonzert zur Uraufführung, debütiert als „Junger Wilder“ am Konzerthaus Dortmund und ist diesjähriger „Artist in Residence“ des Konzerthauses Berlin
Der junge französische Bratschist Antoine Tamestit ist in der jetzt beginnenden Saison mehrfach in exponierter Stellung im deutschsprachigen Raum zu erleben. Höhepunkt ist die Uraufführung des neuen Bratschenkonzerts von Olga Neuwirth „Remnants of Song ... an Amphigory“ mit dem RSO Wien unter der Leitung von Peter Eötvös (10. Oktober in Graz). Eine wichtige Rolle wird Antoine Tamestit in den kommenden drei Jahren ebenfalls am Konzerthaus Dortmund spielen in der Reihe „Junge Wilde“ ab dem 17. September. Darüber hinaus wird er ab dem 23. Oktober als „Artist in Residence“ des Konzerthauses Berlin in mehr als zehn Konzerten mit sechs verschiedenen Programmen in einer Saison zu hören sein.
Antoine Tamestit gilt als einer der gefragtesten Viola-Solisten weltweit. Die herrlichen Möglichkeiten seines Instruments macht er mit einem breit gefächerten Repertoire erlebbar, das vom Barock bis zur Zeitgenössischen Musik reicht. Das neue Bratschenkonzert von Olga Neuwirth, einer der namhaftesten Komponistinnen unserer Zeit, ist ein Auftragswerk des Borletti-Buitoni Trusts im Namen von Antoine Tamestit, zusammen mit Betty Freeman, dem ORF, dem Festival „wien modern“ und dem rbb Berlin. Nach der Uraufführung beim „Steirischen Herbst“ in Graz am 10. Oktober wird es im Rahmen von „wien modern“ am 20. November im Konzerthaus Wien wiederholt. Die deutsche Erstaufführung findet am 31. Januar 2010 beim „Ultraschall“-Festival in Berlin mit dem Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin unter Alejo Pérez statt.
Für sein Debüt als „Junger Wilder“ am Konzerthaus Dortmund hat Antoine Tamestit Tabea Zimmermann eingeladen und gemeinsam mit ihr ein seltenes Programm für zwei Solo-Violen erarbeitet. Aufgeführt werden Werke von Béla Bartók, Jean-Marie Leclair, George Benjamin, Frank Bridge und György Kurtág. Mit Bela Bartóks Bratschenkonzert beginnt Antoine Tamestit dann seine Residency am Konzerthaus Berlin. Neben den Solo-Konzerten mit Lothar Zagrosek umfasst seine Residency auch einen Kammermusikabend und Veranstaltungen im Rahmen des Education-Programms.
Der 1979 geborene Antoine Tamestit studierte am Pariser Conservatoire, an der Yale University (USA) und bei Tabea Zimmermann an der Univeristät der Künste in Berlin. Die wichtigsten internationalen Auszeichnungen – u. a. der 1. Preis bei den Young Concert Artists International Auditions New York, 1. Preis beim ARD-Wettbewerb, „Borletti Buitoni Trust Award“ und „Credit Suisse Young Artist Award“ waren das Fundament seiner rasanten internationalen Karriere. Seit 2007 ist er außerdem Professor für Viola an der Hochschule für Musik in Köln. Antoine Tamestit spielt auf der Viola „Mahler“ von Antonio Stradivari, Cremona 1672, die ihm von der Habisreutinger-Stiftung zur Verfügung gestellt wird.
Uraufführung und Deutsche Erstaufführung: Olga Neuwirth: „Remnants of Song...an Amphigory"
10. Oktober 2009, 19.30 Uhr, Graz, Helmut-List-Halle, im Rahmen des Steirischen Herbst (Uraufführung)
20. November, 19.30 Uhr, Konzerthaus Wien im Rahmen von Wien Modern
mit: Radio-Symphonieorchester Wien, Peter Eötvös - Musikalische Leitung
31. Januar 2010, 20.00 Uhr, Berlin, Haus des Rundfunks im Rahmen des Ultraschall-Festivals (Deutsche Erstaufführung)
mit: Deutsches Sinfonie-Orchester, Alejo Pérez - Musikalische Leitung
Artist in Residence im Konzerthaus Berlin: Antoine Tamestit
23./24. Oktober 2009, 20.00 Uhr, Großer Saal
Béla Bartók (1881 - 1945) Konzert für Viola und Orchester
mit: Konzerthausorchester Berlin, Lothar Zagrosek - Musikalische Leitung
15. November 2009: 1. Matinee, 11.00 Uhr, Kleiner Saal
George Enescu (1881 - 1955) Konzertstück für Viola und Klavier
George Benjamin (1960) „Viola, Viola" für zwei Violen
Antonín Dvorák (1841 - 1904) Terzett für zwei Violinen und Viola C-Dur op. 74
Claude Debussy (1862 - 1918) Sonate für Flöte, Viola und Harfe
Joaquín Turina (1882 - 1949) "Escena andaluza" für Viola solo;
Streichquartett und Klavier op. 7
mit: Silvia Careddu, Flöte, Teresa Kammerer, Violine, Alicia Lager, Violine
Amalia Arnoldt, Viola, Andreas Timm, Violoncello, Ronith Mues, Harfe
Markus Hadulla, Klavier
20. Dezember 2009: Mozart-Matinee, 11.00 Uhr, Großer Saal
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)
„Sinfonia concertante" für Violine, Viola und Orchester Es-Dur KV 364
mit: Konzerthausorchester Berlin, Lothar Zagrosek - Musikalische Leitung,
Renaud Capuçon, Violine
08. Januar 2010: Abendkonzert, 20.00 Uhr, Kleiner Saal
Richard Strauss (1864 - 1949) Streichsextett aus der Oper „Capriccio"
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791) Streichquintett g-Moll KV 516
Pjotr Tschaikowsky (1840 - 1893) „Souvenir de Florence" -
Streichsextett in d-Moll op. 70
mit: Sayako Kusaka, Violine
Johannes Jahnel, Violine
Ferenc Gábor, Viola
Stefan Giglberger, Violoncello
Andreas Timm, Violoncello
28. März 2010: Entdeckungsreisen für Kinder, 11.00 Uhr, 15.00 Uhr (2 Konzerte)
„Lindenbaum und Loreley"
Der Klang der Musikalischen Romantik
mit: Musiker des Konzerthausorchesters Berlin, Atrium-Ensemble,
Gabriele Nellessen - Moderation
25./26./27. Juni 2010: Fr. & Sa. 20.00 Uhr, So. 16.00 Uhr, Großer Saal
25. Juni 2010 Nach(t)gespräch im Anschluss an das Konzert
Sofia Asgatowna Gubaidulina (1931) Konzert für Viola und Orchester
mit: Konzerthausorchester Berlin, Lothar Zagrosek - Musikalische Leitung
Ophelias - PR