Thomas Hengelbrock und seine Balthasar-Neumann-Ensembles spielen gefeiertes Tournee-Programm mit Werken von Lotti, Zelenka und Bach auf CD ein
Thomas Hengelbrock und die von ihm gegründeten und geleiteten Balthasar-Neumann-Ensembles erregten mit ihrer CD „Lebenslust und Sterbekunst“ europaweit Aufsehen. Auf ihrer neuesten CD beleuchten sie wiederum bedeutende Kompositionen der europäischen Kirchenmusik: Der Bußpsalmvertonung „Miserere mei“ von Jan Dismas Zelenka für die Karwoche des Jahres 1738 folgt Bachs ergreifende Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“. Den krönenden Abschluss bildet die „Missa a tre cori“ von Antonio Lotti.
2008 brachten Thomas Hengelbrock und seine Ensembles dieses Programm im Rahmen einer höchst erfolgreichen Tournee zu Gehör und beschritten mit den Werken dieser drei barocken Meister inhaltlich wie musikalisch einen Weg von reuiger Einsicht zu seliger Aussicht. „Wie gut, dass dieses Programm auf einer CD verewigt wird“, kommentierte die Badische Zeitung. Als Thomas Hengelbrock 1999 auf seiner ersten CD u. a. das Requiem von Lotti vorstellte, war eine kleine Sensation perfekt. Zugleich verhalf er dem lange Zeit vergessenen Komponisten, der für einige Jahre am Dresdner Hof August des Starken wirkte, wieder zu einem festen Platz im Konzertleben. Der Einfluss des Venezianers auf Komponisten seiner Zeit war enorm. Jan Dismas Zelenka, in Dresden für die katholische Hofmusik zuständig, richtete zahlreiche seiner Werke für den Hof ein. Beide Komponisten wurden von Johann Sebastian Bach hoch geschätzt: In Leipzig bemühte sich der Thomaskantor um den persönlichen Kontakt zu Zelenka und auch dessen Abschrift der „Missa sapientiae“ von Lotti war Teil seiner Privatbibliothek.
Thomas Hengelbrock gründete in den 1990er Jahren den Balthasar-Neumann-Chor und das gleichnamige Spitzen-Orchester. Unter den renommiertesten Klangkörpern für historisch-informierte Aufführungspraxis machen sie seitdem weltweit von sich reden. Ab dem Jahr 2010 ist der Chor, gemeinsam mit dem gleichnamigen Orchester, zudem Ensemble in Residenz des Würzburger Mozartfest.
Ophelias - PR